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St. Jakobuskirche Pesterwitz

Kirche am Sächsischen Jakobsweg

Von Dresden aus kann man sie sehen: die Pesterwitzer St. Jakobuskirche, hoch gelegen, mit ihrem weithin sichtbaren Kirchturm.

Das 1068 erstmals erwähnte Pesterwitz besaß nacheinander vier Kirchenbauten. Die heutige Kirche wurde 1906 geweiht. Von der Vorgängerkirche (1475-1905) zeugen u. a. das Eingangsportal mit dem gotischen Hohlkehlenbogen und der Taufstein aus dem Jahr 1580, gestiftet von Anna von Grensing.

Die Kirche wurde nach Plänen des Architekten Woldemar Kandler errichtet. Eine Besonderheit ist, dass sich, entgegen der traditionellen Kirchenbauweise, der Kirchturm mit Portal im Osten, dem Dorf zugewandt, und das Kirchenschiff im Westen befindet. Das säulenfreie Kirchenschiff hat eine Empore und hohe Fenster, so dass viel Licht durch die bleiverglasten Jugendstilfenster eindringt.

Der Dresdner Maler und Kunstakademie-Professor Robert Sterl schuf das eindrucksvolle Altarbild mit dem betenden Jesus im Garten Gethsemane, eingerahmt von den Aposteln Paulus und Petrus. Der neogotische Altarraum hat eine besondere Akkustik. Die neue Orgel aus dem Jahr 1993 ist bekannt für ihren hervorragenden Klang.

Auf dem Friedhof erinnert das wohl bekannteste und künstlerisch wertvollste Grabdenkmal von Pesterwitz, das "Sechsfache Tränenopfer", an das schwere Schicksal der einstigen Pfarrersfamilie Opitz. Sie verlor in kurzer Zeit hintereinander sechs Kinder. Außerdem befindet sich an historischer Stelle - über dem Tiefen Elbstolln - die Grabstelle zum Gedenken an den Bergbaupionier und Erfinder der Kohlenwäsche, Ernst Friedrich Wilhelm Lindig. Ein Kleinod des Friedhofes ist die denkmalgeschützte Familiengruft der Grafen von Luckner, die Lucknerkapelle.

Herberge am Sächsischen Jakobsweg

Die Jakobus-Kirchgemeinde Pesterwitz heißt Pilger des Sächsischen Jakobsweges herzlich willkommen und stellt Übernachtungs­möglichkeiten bereit. In der Herberge an der Kirche ist auch der Stempel für den Pilgerausweis erhältlich.

Kirchturm-Besichtigung

Für einen Blick hoch hinaus kann nach Vereinbarung der mehr als 40 m hohe Kirchturm bestiegen werden (Absprache bzw. Terminvereinbarung über den Ortschronisten Eberhard Kammer, Telefon: 0351 6506575).