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Datum: 29.07.2026

Stadtrat bringt Wohnquartier am Burgwartsberg auf den Weg

Der Stadtrat hat die Aufstellung des Bebauungsplans „Wohnen am Burgwartsberg“ beschlossen. Damit wird der nächste Schritt für die Entwicklung des Areals vom heutigen Stadion an der Burgwartstraße in Potschappel eingeleitet. Die Sportanlage sollte bereits nach der Errichtung der WGF-Arena vor zwei Jahren geschlossen und langfristig für eine Wohnbebauung entwickelt werden, was der Stadtrat im Jahr 2020 mit dem Beschluss zum Ausbau des „Stadion des Friedens“ so festgelegt hatte. Die Erstellung des Konzeptes zur Vermarkung der Liegenschaft nahm jedoch mehr Zeit in Anspruch, sodass zunächst der unveränderte Weiterbetrieb der Anlage möglich war.

Nun hat der SC Freital beantragt, den Erbbaurechtsvertrag einvernehmlich zum 30. Juni 2028 aufzuheben. Der Spielbetrieb am Burgwartsberg soll mit dem Ende der Saison 2027/2028 eingestellt werden. Der Verein möchte seine Fußballabteilung künftig auf die beiden Standorte WGF-Arena und Johannes- May-Stadion konzentrieren. Als Gründe sind der hohe Sanierungsbedarf der Sportstätte, vor allem in Bezug auf Funktionsgebäude, Kunstrasen, und Flutlicht, die hohen Betriebskosten – insbesondere durch die Bewässerung des Rasenplatzes mit Trinkwasser – sowie zunehmende Konflikte mit Anwohnern wegen Lärms zu nennen.

Der Wegfall der Sportanlage soll auf anderen Sportstätten kompensiert werden: Das neue Kunstrasenfeld am Richard- Hofmann-Weg ist ganzjährig und auch abends nutzbar, der Sportplatz Birkigt wurde niederschwellig ertüchtigt und soll weiter saniert werden. Zukünftig ist ein weiteres Rasengroßspielfeld am Richard-Hofmann-Weg geplant – wofür allerdings noch die Finanzierung geklärt werden muss. Damit kann der Sportstättenbedarf trotz der Aufgabe des Burgwartsbergs gedeckt werden.

Die langfristige Entwicklung des rund 2,2 Hektar großen Areals als Wohnstandort ist bereits auch seit mehreren Jahren Bestandteil der städtischen Planungen. So wurde die Fläche im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Freital 2030plus als potenzieller Wohnbaustandort benannt und vom Stadtrat bestätigt. Auch im Entwurf des fortgeschriebenen Flächennutzungsplans ist das Gebiet als künftige Wohnbaufläche vorgesehen.

Planerische Grundlage für den nun gefassten Aufstellungsbeschluss ist eine städtebauliche Studie, in welcher verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten für das Areal untersucht wurden. Ziel ist die Schaffung eines attraktiven und durchgrünten Wohnquartiers mit unterschiedlichen Wohnformen. Vorgesehen ist eine Mischung von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie eine zentrale Grünfläche. Diese identitätsstiftende Mitte soll gleichzeitig an die ehemalige Nutzung des Standortes als Sportstätte erinnern. Ergänzt wird das grüne Konzept durch kleinere wohnungsnahe Freiflächen sowie attraktive Fuß- und Wegeverbindungen.

Die Erschließung des Quartiers soll über die Oberpesterwitzer Straße erfolgen. Im nun beginnenden Bebauungsplanverfahren werden die Planungen weiter konkretisiert und die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange entsprechend den gesetzlichen Vorgaben beteiligt. Die Realisierung und Durchführung des Vorhabens wird über die stadteigene Freitaler Projektentwicklungsgesellschaft mbH (FPE) realisiert.

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