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Datum: 13.07.2026

Neue Ausstellung auf Schloss Burgk: Ein tiefer Blick in die Dresdner Romantik

Unter dem Titel „Überall ein Sehnen.“ zeigen die Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk vom 19. Juli bis 1. November 2026 Werke aus der Zeit der „Dresdner Romantik“, die von etwa 1792 bis 1884, dem Todesjahr Ludwig Richters reicht, sowie Gemälde von Wegbereitern und Grenzgängern. Die Ausstellung möchte den Blick auf die „Übersehenen“ lenken – auf die kreative feinsinnige „zweite Reihe“.

Dresden war im 19. Jahrhundert neben München, Berlin und Wien ein Zentrum der deutschen Romantik. Nicht nur Italien, auch „Elbflorenz“ wurde zum Sehnsuchtsort der Künstler. Die sächsische Residenzstadt, gelegen an der Schnittstelle zwischen protestantischem Norden und katholischem Süden wurde zum Treffpunkt von Malern, Dichtern, Musikern, Philosophen, die aus ganz Europa an die Elbe kamen.

Künstler und Künstlerinnen, Schöngeister, Musen und Mäzeninnen trafen sich in Zirkeln, Salons und der Gemäldegalerie im Zwinger, zeichneten, lasen und debattierten gemeinsam. Manche suchten nur für kurze Zeit Inspiration und Austausch, manche kamen immer wieder in die Stadt an der Elbe und einige blieben für immer wie die Maler Friedrich und Carus, deren Namen untrennbar mit dem romantischen Dresden verbunden sind. Doch nicht nur jene „berühmten Namen“ prägten die Dresdner Kunst im 19. Jahrhundert. Die Dresdner Romantik hat viele Facetten: Zwischen Akademie, Ateliers und Landschaft entstand eine Vielzahl von Bildern, die abseits des großen Pathos eine stille, ruhige, manchmal auch liebenswert biedere Bildsprache entwickelten.

Termine

  • 19. Juli 2026, 11:00 Uhr: Vernissage – Einführung von Museumsleiterin Kristin Gäbler und Claudia Maria Müller, Musik: Cornelia Pfeil, Sabine Rehn, Violine
  • 01. September 2026, 14:30 Uhr: Kulinarisches Kunstgespräch – Kunstbetrachtung mit Kristin Gäbler mit anschließender Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch bei Kaffee und Kuchen im Schlosscafé, Kosten: 12 Euro
  • 17. September 2026, 19:00 Uhr: Zu Gast bei Freunden – Vortrag in der Kunsthandlung Kühne: „Zwischen Fels, Fluss und Sehnsucht“ – Der Plauensche Grund in Bildern mit Kristin Gäbler (Plattleite 68, 01324 Dresden). Anmeldung: Telefon: 0351 2679064, E-Mail: info@kunsthandlung-kuehne.de, Eintritt frei
  • 20. September 2026, 11:00 Uhr: Kuratorinnenführung – mit Kristin Gäbler, Kosten: Kosten: 4 Euro
  • 27. September 2026, 13:00 Uhr: Romantik in der Kunst – Entdecke deine Fantasie! (Kinderangebot) – Kreatives Begleitprogramm in der Ausstellung. Altersempfehlung 6 bis 12 Jahre. Mit Voranmeldung. Kosten: 6 Euro

Informationen zu den Städtischen Sammlungen

Die Städtischen Sammlungen Freital gehören zu den größten nichtstaatlichen Museen des Freistaates Sachsen. Das einstige Rittergut Burgk - seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt - beherbergt heute einen Museumskomplex mit unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten.

Im Hauptgebäude wird der über 450-jährige Steinkohlenbergbau der Region in unterschiedlichen Facetten dokumentiert. Darin eingebettet finden sich maßgebliche Aussagen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Eine nachgestaltete Untertagesituation im Nordflügel des Objektes dokumentiert den WISMUT-Bergbau der Jahre 1945 bis 1989. Ein zugehöriger Technikgarten lässt in Form einer Freiluftpräsentation den Bergbau der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder aufleben. Das einzige Besucherbergwerk zur Dokumentation des frühindustriellen Steinkohlenbergbaus Sachsens befindet sich im Park des Komplexes.

Den zweiten bedeutenden Schwerpunkt setzen zwei hochkarätige Sammlungen zur sächsischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Städtische Kunstsammlung zeigt insbesondere Werke, die im Zeitraum von etwa 1890 bis 1950 entstanden sind. Glanzpunkte bilden neun Gemälde von Otto Dix. Auch der gesamte Umkreis des Künstlers ist mit Werken von Wilhelm Lachnit, Pol Cassel, Conrad Felixmüller, Otto Lange, Curt Querner, Ewald Schönberg und vielen anderen hervorragend vertreten. Die Lehrer der Dix-Generation werden durch bedeutende Werke von Carl Bantzer, Gotthardt Kuehl, Richard Müller, Sascha Schneider, Ludwig von Hofmann und Oskar Zwintscher vorgestellt. Daneben gelingt mit der Stiftung Friedrich Pappermann die Darstellung der Dresdner Kunstentwicklung von der Gründung der Königlichen Kunstakademie im Jahre 1764 bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Ein Schulhistorisches Kabinett, der romantische Park, das Schlosscafé, die Säle und der Erlebnisspielplatz „Burgkania“ runden das vielfältige Angebot ab.

2024 feierten die Städtischen Sammlungen Freital ihr 100-jähriges Bestehen.

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