Auswertung der Bürgerumfrage zum Fördergebiet »Freital - Urbanität am Fluss«
Vom 6. Februar bis zum 30. März 2026 führte das Stadtplanungsamt eine Online- Bürgerumfrage zur Entwicklung des Fördergebietes „Freital – Urbanität am Fluss“ über das Beteiligungsportal durch. Ziel war es, die Einschätzung der Freitaler zur Gebietsentwicklung in den vergangenen fünf Jahren abzufragen und zu erfahren, wo Handlungsbedarf für die Stadterneuerung besteht.
Die Beteiligung war erfreulich hoch und zeigt wie wichtig den Einwohnern ihre Stadtentwicklung ist. 95 Prozent der Befragten wohnen in Freital, 52 Prozent davon im Fördergebiet. Insgesamt 96 Bürger füllten den Fragebogen aus. Die Teilnehmer waren hauptsächlich mittleren Alters. Bedauerlicherweise gab es keine Teilnehmer unter 19 Jahren und kaum Teilnehmer über 65 Jahre. Hier soll zukünftig versucht werden, mit anderen Beteiligungsverfahren die Interessen und Wünsche abzufragen.
Als positiv benannt wurden die ÖPNV-Anbindung, die Parks und Grünanlagen, die Weißeritz als Naturraum, der neue Radweg und die Verkehrsanbindung sowie Einrichtungen wie Schloss Burgk, Oskarshausen oder das neue Stadion, außerdem Projekte wie das Büchertauschregal im Stadtteilbüro, das Kürbisschnitzen, die Glühweinrallye oder die Weihnachtsmärkte.
Negativ bewertet wurden der Lärm und die hohe Verkehrsbelastung, fehlende Sitzmöglichkeiten an öffentlichen Plätzen, der Leerstand der Ladengeschäfte und der Mangel an niveauvollem Einzelhandel, die wenigen Restaurants und das Fehlen eines Eiscafés mit Außenbereich, der Vandalismus und die Verschmutzung, sowie illegale Feuerwerke und allgemein das negative Image des Gebietes.
Es wurde auch eine Reihe von Wünschen und kreativen Vorschlägen aufgezählt, zum Beispiel die Unterstützung mehr nicht-kommerzieller Freizeitaktivitäten, die Förderung kostenfreier Fitnessangebote wie die Nutzung des Stadions für Breitensport, die Einrichtung eines Graffiti- Gartens, die Schaffung von mehr Zugängen zum Fluss, die Umstrickung von Laternenpfosten mit bunter Wolle zur Stickervermeidung, die Verkehrsberuhigung der Dresdner Straße und eine durchgehende Radverkehrsführung sowie das Aufstellen von Ladesäulen für E-Autos.
Die Ergebnisse werden im Rahmen der Evaluation weiter ausgewertet und bei der Maßnahmenplanung für die kommenden Jahre soweit möglich berücksichtigt. Weitere Wünsche oder Anregungen zum Fördergebiet oder Projektideen für den Verfügungsfonds können an das Stadtplanungsamt gesendet werden.