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Datum: 29.05.2026

Freital ehrt den »Meister der Posaune« Eugen Reiche

Die Stadt Freital und der Verein „Das Zusammenleben“ e. V. würdigen in diesem Jahr eine Persönlichkeit aus Freital auf besondere Weise. Anlässlich des 80. Todestages von Eugen Reiche (1878 bis 1946) gibt es am 2. Juni 2026 im Rahmen der Freitaler Kultur(All)Tage eine Ehrung des berühmten und aus Deuben stammenden Posaunenspielers und Komponisten, der vor allem in Sankt Petersburg gewirkt hat. Reiche gilt heute als bedeutender Komponist der deutschen Spätromantik. Viele seiner Lehrstücke gehören zur Standardliteratur.

Am 2. Juni 2026, 17:30 Uhr wird in der Nähe des Geburtshauses von Eugen Reiche an der Dresdner Straße, Ecke Neue Straße zu Ehren des Deubener Posaunisten eine Gedenktafel feierlich enthüllt. Im Anschluss findet ab 18:15 Uhr im Foyer der Stadtbibliothek im City-Center, Bahnhofstraße 34, ein kleiner Empfang mit Imbiss statt. 19:00 Uhr wird im Rahmen eines „Eugen-Reiche-Abends“ mit Musik und Gesprächen der herausragenden Persönlichkeit Eugen Reiche in der Stadtbibliothek gedacht. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 20:15 Uhr geplant. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Informationen zu Eugen Reiche

Eugen Reiche wurde am 26. März 1878 in Deuben geboren. Schon früh erhielt er Musikunterricht von seinem Vater und studierte ab 1891 am Konservatorium in Dresden, wo er sich auf die Posaune spezialisierte. Bereits als junger Musiker spielte er in Orchestern in Dortmund und Halle.

1897 zog Reiche nach Sankt Petersburg, das damals als kulturelles Zentrum des Russischen Reiches galt. Dort trat er zunächst als Posaunensolist auf und nahm 1899 die russische Staatsangehörigkeit. Besonders bekannt wurde er durch seine romantischen Posaunenkonzerte, sein Wirken am Marientheater und seine Arbeit als Professor und Pädagoge am Leningrader Konservatorium.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde er als Deutscher in der Sowjetunion verbannt und lebte unter schweren Bedingungen. Geschwächt durch Krieg und Entbehrung starb er am 15. Februar 1946 in Taschkent. Seine Kompositionen und Lehrwerke beeinflussen die Posaunenmusik bis heute.

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