Projekt stärkt soziale Kompetenzen von Erstklässlern
Im Schulalltag, gerade am Anfang der Schulzeit, treffen Kinder mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Persönlichkeiten aufeinander. Während im Unterricht Ruhe und Aufmerksamkeit gefragt sind, bietet der Hort einen Raum, in dem sich Kinder freier entfalten können. Gerade hier wird deutlich: In der ersten Klasse geht es um weit mehr als nur das Erlernen des ABC.
Ein besonderes Projekt im Hort legt den Fokus auf die emotionale Entwicklung der Kinder. Viele von ihnen bringen sehr unterschiedliche Vorerfahrungen im Umgang mit Gefühlen und Emotionen mit. Ziel ist es daher, alle Kinder auf einen gemeinsamen Stand zu bringen und ihnen wichtige soziale Kompetenzen zu vermitteln.
Im Mittelpunkt steht dabei das Erlernen von Fähigkeiten wie das Benennen eigener Gefühle, das Lösen von Konflikten sowie die Entwicklung von Empathie. Auch das aktive Zuhören – ohne zu bewerten – wird sowohl von den pädagogischen Fachkräften als auch von den Kindern intensiv geübt.
Um diese Ziele zu erreichen, wurden im Rahmen des Projekts verschiedene Angebote umgesetzt: Mit einer „Gefühlsuhr“ lernen Kinder, ihre aktuellen Emotionen einzuordnen. Ein „Gefühledomino“ hilft dabei, spielerisch unterschiedliche Gefühlslagen zu erkennen und zu benennen. Im Erzählkreis mit Gefühlskarten tauschen sich die Kinder über ihre Erlebnisse aus und lernen, einander zuzuhören. Ergänzt wird das Angebot durch das Vorlesen von Geschichten, die sich mit verschiedenen Emotionen beschäftigen.
Das Projekt zeigt: Emotionale Bildung ist ein zentraler Bestandteil der frühkindlichen Entwicklung – und eine wichtige Grundlage für das soziale Miteinander im Schulalltag und darüber hinaus.