Dresdner Feuerwehr übt Höhenrettung am Fördergerüst Freital-Burgk
Die Feuerwehr Dresden wird am 25. April 2026 vormittags am Förderturm an der Burgker Straße in Freital präsent sein. Dabei kann es zu Einschränkungen auf dem Touristen-Parkplatz Schloss Burgk kommen.
Anwohner und Bürger brauchen trotz des Aufgebots an Fahrzeugen sowie Feuerwehrmännern/-frauen nicht beunruhigt sein. Es handelt sich um keinen realen Einsatz, sondern eine länger geplante Übung der Höhenrettung. In mehreren Szenarien sollen verschiedene Abläufe und Techniken gezielt trainiert und ausprobiert sowie Einsatzmittel getestet werden – beispielsweise die Rettung eines havarierten Arbeiters oder eines abgestürzten und im Fallschutz hängenden Kletterers, der Einsatz von Krankentrage und Seiltechnik sowie Vor- und Querstiege im Seil. Das Fördergerüst in Burgk gilt für die Retter als interessantes Übungsobjekt. Die Stadt Freital hat die Anfrage zur Nutzung wohlwollend unterstützt.
Laut Auskunft der Dresdner Feuerwehr werden mehrere Fahrzeuge und rund 15 Feuerwehrleute vor Ort sein. Trotz der Übung besteht für die Kameraden Bereitschaft. Das heißt, die Übung kann im Ernstfall nicht stattfinden oder muss mit einem Abrücken unter Blaulicht abgebrochen werden.
Höhenrettungsgruppen sind Bestandteil vieler Berufsfeuerwehren wie der in Dresden. Sie stehen neben dem regulären Dienst für spezielle Fälle zur Verfügung, wie die Rettung aus Schächten und Brunnen oder von Türmen und Hochhäusern. Die Gruppe in Dresden umfasst insgesamt 45 Mitarbeiter in drei Wachabteilungen und ist in der Wache in Dresden-Löbtau stationiert.
Der unter Denkmalschutz stehende Förderturm in Freital-Burgk wurde – mit einem zweiten in Freital-Zauckerode – zur Erinnerung an den nahezu 500 Jahre währenden Steinkohlenbergbau in der Region im Jahr 2003 in Zusammenarbeit mit der WISMUT GmbH und dem Freitaler Bergbau- und Hüttenverein aufgestellt. Sie gehörten früher zum Bergbaubetrieb „Willi Agatz“ in Dresden-Gittersee und waren von 1952 (Schacht 2) bzw. 1959 (Schacht 1) bis zur Einstellung der Förderung im Jahre 1989 in Betrieb. Jeder Turm hat eine Höhe von 28 Metern und wiegt 54 Tonnen.