WGF schafft Zukunftsperspektive für das Einnehmerhaus
Die Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF) hat das Einnehmerhaus zum 1. Januar 2026 an den Kunstverein Freital verkauft. Mit diesem Schritt wurde eine Grundlage geschaffen, um den Fortbestand des historischen Gebäudes als Kulturstandort langfristig zu sichern. Hintergrund der Entscheidung waren umfangreiche brandschutzrechtliche Anforderungen, die nach einer behördlichen Prüfung Ende 2024 festgestellt wurden.
Die notwendigen Investitionen hätten einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeutet. Als Eigentümerin stand die WGF in der Verantwortung, die geforderten Maßnahmen wie Fluchttüren, Rettungstreppe und zahlreiche bauliche Ertüchtigungen umzusetzen – und das alles unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Für die städtische Gesellschaft war das wirtschaftlich nicht darstellbar.
Gemeinsam mit dem Kunstverein wurde deshalb nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Das Ergebnis ist die Übernahme des Gebäudes durch den Verein zu einem symbolischen Kaufpreis. Gleichzeitig wurde die Nutzung des Einnehmerhauses als öffentliche kulturelle Einrichtung für die kommenden 20 Jahre vertraglich gesichert.
Die WGF begleitet das Einnehmerhaus, dass 1828 als Fachwerkhaus errichtet worden ist, bereits seit vielen Jahren. Zur Wendezeit war das Haus ruinös, wurde mit Unterstützung der Stadt mit erheblichem Aufwand saniert. Auch nach dem Hochwasser 2002, als das Haus mannshoch überschwemmt wurde, folgte eine aufwändige Instandsetzung.
Der Kunstverein belegte das Gebäude bisher auf Grundlage eines langfristigen Nutzungsverhältnisses zu einem symbolischen Mietpreis und engagierte sich maßgeblich für dessen Erhalt und Belebung. Mit dem Eigentümerwechsel erhält der rein ehrenamtlich tätige Verein nun die Möglichkeit, Spender, Sponsoren oder Fördermittel für notwendige Investitionen einzuwerben und die weitere Entwicklung des Hauses eigenständig voranzutreiben.
Die WGF freut sich, dass mit dieser Lösung sowohl der Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes als auch die Fortführung der kulturellen Arbeit des Kunstvereins gesichert werden konnten.