Stadion des Friedens wird weiter aufgewertet
Der Freitaler Stadtrat hat die Aufwertung der WGF-Arena – Stadion des Friedens bestätigt. Vorgesehen sind die Erneuerung der Laufbahnentwässerung und der stark beanspruchten Bereiche der Kunststofflaufbahn, die Umrüstung der bestehenden Flutlichtanlage auf energieeffiziente LED-Technik sowie der Neubau eines weiteren Fußballplatzes auf dem südlich des Stadions gelegenen Trainingsgelände.
Ursprünglich hatte die Stadt Freital für die Maßnahmen auf eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gesetzt. Der Stadtrat hatte dafür bereits im Januar 2026 die Teilnahme am Projektaufruf beschlossen. Das Förderprogramm war jedoch deutlich überzeichnet und das Freitaler Vorhaben bei der Auswahl nicht berücksichtigt.
Deshalb galt es, nach einer alternativen Finanzierungsmöglichkeit zu suchen. Diese bietet sich nun innerhalb der Städtebauförderung im Gebiet „Freital – Urbanität am Fluss“ (FUAF). Die WGF-Arena und die für den neuen Trainingsplatz benötigten Flächen liegen innerhalb des Fördergebietes. Die geplanten Maßnahmen entsprechen zugleich den Zielen des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes, insbesondere im Bereich Kultur, Freizeit und Sport.
Die Kunststoffflächen im Stadion sind mittlerweile mehr als 25 Jahre alt. Sie weisen deutliche Nutzungsspuren auf, sind insgesamt aber noch nutzbar. Größere Probleme bestehen bei den Entwässerungsrinnen und der Innenbahn. Bei der Sanierung soll deshalb nicht die gesamte Kunststofffläche ersetzt werden. Erneuert wird die komplette innere Einfassung der Rundlaufbahn einschließlich der Entwässerungsrinne und der inneren Bahn.
Auch die bestehende Flutlichtanlage wird modernisiert. Die Anlage verfügt derzeit über zwölf Halogen-Strahler auf sechs Masten. Diese sollen durch energieeffiziente LED-Strahler ersetzt werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren und gleichzeitig Beleuchtungsstärke und Gleichmäßigkeit zu verbessern. Mit der neuen Beleuchtung soll das Stadion zudem die aktuellen Anforderungen der jeweiligen Spielklasse erfüllen. Gleichzeitig wird eine stärkere öffentliche Nutzung in den Abendstunden ermöglicht.
Auf der rund 7.100 Quadratmeter großen Wiesenfläche zwischen dem Richard-Hofmann-Weg, dem Heizhausgelände der TWF, dem bestehenden Kunstrasenplatz und der Kindertagesstätte soll ein weiterer Sportplatz entstehen. Geplant ist ein Naturrasen-Freizeit-Fußballplatz mit einer Größe von 54 mal 76,2 Metern. Darauf können zwei Kleinspielfelder eingerichtet werden. Vorgesehen sind zwei Großfeld- und vier Kleinfeldtore sowie Ballfangzäune an den freien Seiten. Der Platz soll sowohl für den Punktspielbetrieb im Jugendbereich als auch für öffentliche Trainingszeiten zur Verfügung stehen. Eine eigene LED-Flutlichtanlage ermöglicht dabei die Nutzung in den Abendstunden.
„Die Beseitigung der Schäden an den Rinnen verbessert die Trainingsbedingungen, insbesondere für die Leichtathletik deutlich. Und mit der Beleuchtung und dem neuen Trainingsplatz können wir außerdem zusätzliche Möglichkeiten für den Trainings- und Spielbetrieb auf der Sportanlage insgesamt schaffen. Das ist umso wichtiger, da mit der Schließung der Anlage am Burgwartsberg Kapazitäten wegfallen“, sagt der Erste Bürgermeister Peter Pfitzenreiter.
Mit den drei Maßnahmen wird das Stadion des Friedens als Sport- und Bewegungsstandort weiterentwickelt. Der zusätzliche Freizeit-Fußballplatz kann dabei den Nutzungsdruck verringern und zusätzliche Trainings- und Spielkapazitäten schaffen. Damit wird die in den vergangenen Jahren begonnene Entwicklung des Stadions des Friedens zu einem vielseitig nutzbaren Sportzentrum konsequent fortgesetzt. Bereits heute befinden sich neben der WGF-Arena unter anderem ein Kunstrasengroßspielfeld und Bogensportanlagen auf dem Trainingsgelände.
Die Kosten für die Laufbahnsanierung liegen bei rund 300.000 Euro, für die Errichtung des Platzes bei rund 775.000 Euro. Die Förderquote liegt bei jeweils rund 67 Prozent. Während die Laufbahnsanierung und das LED-Licht in jedem Fall gesichert sind, hängt die Errichtung des Platzes davon ab, ob ausreichend Fördermittel zur Verfügung stehen. Die ersten Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.
„Mit der Lösung, das über die Städtebauförderung abzuwickeln, stehen nun zudem die Gelder viel früher zur Verfügung, sodass wir unmittelbar beginnen können. Und es werden mehr Mittel ausgereicht, sodass der Haushalt der Stadt Freital entlastet wird. Möglich wurde das alles nur durch intensive Abstimmungen innerhalb verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung. Dafür danke ich allen Beteiligten – das ist tolles Teamwork, ganz im Sinne des Sports“, sagt der Erste Bürgermeister Peter Pfitzenreiter.