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Datum: 27.08.2026

Kabinettausstellung zum Jubiläum des Besucherbergwerks

Zum 30-jährigen Bestehen des Besucherbergwerkes „Tagesstrecke Oberes Revier Burgk“ ist vom 30. August bis 1. November 2026 eine Kabinettausstellung in der „Drehscheibe“ der Städtischen Sammlungen auf Schloss Burgk zu sehen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75-jährigen Freitaler Stadtgeburtstages wurde am 3. Oktober 1996 mit einer zünftigen Bergparade das Besucherbergwerk „Tagesstrecke Oberes Revier Burgk“ eröffnet und vermittelt seither Wissenswertes zum frühindustriellen Kohlebergbau. Das Besucherbergwerk ist inhaltlich eingebettet in die facettenreichen bergbaulichen und geologischen Ausstellungen der Städtischen Sammlungen Freital, die sich der jahrhundertelangen bergmännischen Gewinnung aus der Steinkohlen- und Uranerzlagerstätte des Döhlener Beckens verschrieben haben. 

Die „Tagesstrecke Oberes Revier Burgk“ war durch die Freiherrlich von Burgker Steinkohlenwerke im frühen 19. Jahrhundert zur Mannschaftsfahrung und Bewetterung des namensgebenden, seinerzeit tief unter dem Windberg neuerschlossenen, Abbaureviers aufgefahren worden. Die kräftezehrende Art des Ein- und Ausfahrens über die Tagesstrecke zu den Grubenfeldern des Segen-Gottes- und Neuhoffnungs-Schachtes, ersetzte man erst 1872 durch maschinelle Mannschafts-Seilfahrt per Förderkorb.

Während die Tagesstrecke und deren zugehöriger Fahrschacht den Bergarbeitern einst Zugang zu ihren untertägigen Arbeitsorten gewährten, erfahren heute am selben Ort Gäste des Besucherbergwerkes Wissenswertes zu Kohlegewinnung und Lagerstättenbildung im heutigen Freitaler Stadtraum. Die Kabinett-Ausstellung aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums des Besucherbergwerkes erzählt von wechselnder Nutzung und baulichem Wandel des über 200-jährigen Grubenbaues.

Ab 1828 zur Mannschaftseinfahrt aufgefahren, als Geschehensort von Sachsens schwerstem Grubenunglück 1869 überregionale Bekanntheit erlangend sowie mit Rückgang des Bergbaus funktionslos geworden, erinnert die nach 1916 teils verbrochene und ab 1993 als Besucherbergwerk parziell aufgewältigte Tagesstrecke heute an den über Jahrhunderte hinweg bedeutsamsten Erwerbszweig des späteren Freitaler Stadtraumes. Ein Symposium und ein kleines Fest begleiten das Jubiläum.

Termine

  • 3. Oktober 2026, zwischen 13:00 und 16:00 Uhr: Das Besucherbergwerk lädt ein - Kurzführungen durch das Besucherbergwerk (ab 6 Jahre) und Gespräch in der Kabinettausstellung »Ein herzliches Glückauf dem Besucherbergwerk« anlässlich des 30-jährigen Bestehens
  • 4. Oktober 2026, zwischen 11:00 und 15:30 Uhr: Führungen im Besucherbergwerk
  • 5. Oktober 2026, von 9:30 bis 16:00 Uhr: Industriekultur unter Tage - Musealisierung von Bergwerken als Herausforderung und Chance, Fachtagung anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Besucherbergwerkes Tagesstrecke Oberes Revier Burgk. Das genaue Programm wird auf der Website bekanntgegeben.
  • 14. Oktober 2026, 13:00 Uhr: Bergbau-Abenteuer-Tour- Spannende Tour durch die Bergbauschauanlage und Gestalten eines Schlüsselanhängers für Kinder, Kosten: 6 Euro, bitte mit Voranmeldung, ab 6 Jahre

Informationen zu den Städtischen Sammlungen

Die Städtischen Sammlungen Freital gehören zu den größten nichtstaatlichen Museen des Freistaates Sachsen. Das einstige Rittergut Burgk - seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt - beherbergt heute einen Museumskomplex mit unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten.

Im Hauptgebäude wird der über 450-jährige Steinkohlenbergbau der Region in unterschiedlichen Facetten dokumentiert. Darin eingebettet finden sich maßgebliche Aussagen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Eine nachgestaltete Untertagesituation im Nordflügel des Objektes dokumentiert den WISMUT-Bergbau der Jahre 1945 bis 1989. Ein zugehöriger Technikgarten lässt in Form einer Freiluftpräsentation den Bergbau der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder aufleben. Das einzige Besucherbergwerk zur Dokumentation des frühindustriellen Steinkohlenbergbaus Sachsens befindet sich im Park des Komplexes.

Den zweiten bedeutenden Schwerpunkt setzen zwei hochkarätige Sammlungen zur sächsischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Städtische Kunstsammlung zeigt insbesondere Werke, die im Zeitraum von etwa 1890 bis 1950 entstanden sind. Glanzpunkte bilden neun Gemälde von Otto Dix. Auch der gesamte Umkreis des Künstlers ist mit Werken von Wilhelm Lachnit, Pol Cassel, Conrad Felixmüller, Otto Lange, Curt Querner, Ewald Schönberg und vielen anderen hervorragend vertreten. Die Lehrer der Dix-Generation werden durch bedeutende Werke von Carl Bantzer, Gotthardt Kuehl, Richard Müller, Sascha Schneider, Ludwig von Hofmann und Oskar Zwintscher vorgestellt. Daneben gelingt mit der Stiftung Friedrich Pappermann die Darstellung der Dresdner Kunstentwicklung von der Gründung der Königlichen Kunstakademie im Jahre 1764 bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Ein Schulhistorisches Kabinett, der romantische Park, das Schlosscafé, die Säle und der Erlebnisspielplatz „Burgkania“ runden das vielfältige Angebot ab.

2024 feierten die Städtischen Sammlungen Freital ihr 100-jähriges Bestehen.

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