Kürbishausen wird geradezu olympisch
50.000 Kürbisse, 20 XXL-Skulpturen & Fotospots und rund 100 Meter neue Wege
Noch wird gebaut, getragen, gesteckt und dekoriert. Doch nur wenige Tage vor der Eröffnung nimmt Kürbishausen — auch Dank der immer zwischen 30 und 40 Personen parallel an Aufbau Beteiligten — immer mehr Gestalt an. Am 2. September2026 öffnet Sachsens größte Kürbisausstellung in Oskarshausen unter dem diesjährigen Motto „Kürbis-Olympiade“ ihre Tore. Dort entsteht unter anderem ein XXL-Bob aus Kürbissen, der unter anderem von Francesco Friedrich am feierlich eröffnet wird. Bis dahin gibt es auf dem Ausstellungsgelände noch einiges zu tun.
In den vergangenen Wochen hat sich bereits einiges getan: Rund 100 Meter neue Wege sind entstanden und bilden künftig den Rundgang durch die Ausstellung. Gleichzeitig läuft der Aufbau der diesjährigen XXL-Kürbisskulpturen, wie einem vier Meter hohen Schwimmer, einem imposanten Dressurpferd samt Reiter, einem Basketballer und weitere auf Hochtouren. Die ersten Figuren stehen bereits und werden aktuell nach und nach mit einem Teil der insgesamt mehr als 50.000 Kürbisse bestückt. Zuvor wurden unzählige Stunden der Planer, Schweißer, Zimmermänner, Holzschnitzer und Dekorateure des eigenen Teams und auch von regionalen projektbeteiligten Partnern investiert.
„Gemeinsam schafft man mehr!“, weiß die zuständige Dekorateurin und Ausbilderin Josephine Rühle aus Meißen, die im Aufbau alle Fäden und vor allem Kürbisse zusammenhält. „Unsere kreative Naturkunst braucht eine monatelange sehr aufwendige Vorplanung. Unzählige Sorten Kürbisse werden benötigt, aufwendige Fotomotive und Skulpturen werden hier von Hand gebaut. Im Aufbau darf dann wirklich nichts schiefgehen, denn wir haben von Erntetermin bis Eröffnungstag keine Zeitreserven.“
Insgesamt entstehen in diesem Jahr 20 XXL-Kürbisskulpturen und Fotospots, die verschiedene Motive rund um die „Kürbis-Olympiade“ zeigen. Das sind nochmal mehr als bei der Ausstellung 2025. Einige von ihnen erreichen eine beeindruckende Höhe von bis zu vier Metern.
Die größte Kürbispyramide Sachsens erreicht über sechs Meter, in liebevoller Handarbeit von Dekorateurin Bianka Lohse aus Freital mit zahlreichen Helfern bestückt. Höhenangst wäre hier ein echtes Arbeitshindernis.
130 Kürbissorten von Hand geerntet
Auch abseits der großen Skulpturen wächst die diesjährige Ausstellung: In den vergangenen Tagen wurden auf dem Feld eines sächsischen Kürbisbauern rund 130 verschiedene Kürbissorten von Hand geerntet. Noch in dieser Woche werden sie in Oskarshausen erwartet und anschließend für die große Sortenschau vorbereitet.
Die Ernte hat dabei sogar für eine positive Überraschung gesorgt: „Die Bedingungen für die Kürbisse waren in diesem Jahr sehr gut, so dass die Sortenausstellung sogar größer ausfällt als gehofft.“, so Theresa Tamme, verantwortlich fürs Marketing und die Konzeption von Kürbishausen. Von bekannten Speisekürbissen bis hin zu außergewöhnlichen Formen, Farben und Züchtungen soll die Sortenschau zeigen, wie vielfältig die Welt der Kürbisse tatsächlich ist.