Ehemalige Kita »Willi« soll Förderschule als Ausweichstandort dienen
Das Gebäude der ehemaligen Kita „Willi“ auf der Wilsdruffer Straße in Freital- Potschappel soll künftig vorübergehend durch den Landkreis genutzt werden. Über den Abschluss eines entsprechenden Mietvertrages hat der Finanz- und Verwaltungsausschuss der Stadt Freital entschieden. Vorgesehen ist eine Teilauslagerung der „Schule im Park“, Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, ab dem Schuljahr 2026/27.
Hintergrund ist die seit mehreren Jahren rückläufige Zahl an Kindern in Freital. Bereits zum 1. August 2024 wurde die Kita „Willi“ als städtische Immobilie aufgrund sinkender Betreuungszahlen freigelenkt. Die verbliebenen Kindergartenkinder wurden auf andere Einrichtungen verteilt. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus an der Grund- und Oberschule „G. E. Lessing“ zogen zudem die letzten Hortgruppen aus dem Gebäude aus. Seit Herbst 2024 steht das Objekt leer. Der Stadtrat hat schließlich die Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen Ende 2025 bestätigt und festgestellt, dass das Gebäude kurz- und mittelfristig nicht mehr für die Kinderbetreuung benötigt wird.
Da die „Schule im Park“ in Trägerschaft des Landkreises aufgrund steigender Schülerzahlen am bisherigen Standort an Kapazitätsgrenzen stößt, hatte die Kreisverwaltung die Stadt nach geeigneten Räumen gefragt. Andere geprüfte Standorte erfüllten die Anforderungen nicht. Nach mehreren Abstimmungen und Vor-Ort-Begehungen wurde dem Landkreis schließlich die ehemalige Kita „Willi“ zur Miete angeboten.
Geplant ist eine Nutzung des Gebäudes mit rund 620 Quadratmetern Fläche einschließlich Außengelände über rund 5.000 Quadratmetern Fläche ab Sommer 2026. Die Miete und Nebenkosten übernimmt der Landkreis. Notwendige Umbauarbeiten an Sanitäranlagen und Teeküche werden ebenfalls durch den Landkreis finanziert und umgesetzt. Die Betreuung des Gebäudes soll durch die Technische Werke Freital GmbH erfolgen.
Der Mietvertrag läuft zunächst für ein Jahr. Es wird jedoch zeitnah geprüft, ob eine Verlängerung möglich ist, je nachdem, ob sich eine alternative Nutzung durch die Stadt Freital wieder erforderlich macht.