Neue Kehrmaschine für Freital im Einsatz
Die Stadt Freital hat eine neue Kehrmaschine angeschafft und baut damit die Eigenleistungen des städtischen Bauhofs bei Reinigungsarbeiten aus. Bereits seit dem 1. Oktober 2026 sind die beiden neuen Mitarbeiter Robin Sonntag und Rico Wannowsky unterwegs und kümmern sich zunächst um die Reinigung von Glascontainerstellplätzen, Hundetoiletten und Fahrgastunterständen. Ab 2027 soll auch die Straßenreinigung durch den Bauhof übernommen werden und die Kehrmaschine zum Einsatz kommen.
Bei der neuen Maschine handelt es sich um eine Kompaktkehrmaschine vom Typ Schmidt Cleango 500. Das Fahrzeug verfügt über einen 163 PS starken Sechszylinder-Dieselmotor der Schadstoffklasse Euro 6c und ein Gesamtgewicht von 11,5 Tonnen. Mit ihrem Drei-Besen-System lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche reinigen. Der dritte Besen kann bei Bedarf mit einer Wildkrautbürste ausgestattet werden. Der Kehrgutbehälter fasst fünf Kubikmeter, zusätzlich führt die Maschine 700 Liter Wasser zur Staubbindung mit. Geliefert wurde das Fahrzeug von der Henne Nutzfahrzeuge GmbH aus Delitzsch. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 235.479,20 Euro, die aus städtischen Mitteln finanziert werden.
Der Schritt geht auf einen Beschluss des Stadtrates aus dem Herbst 2025 zurück. Die Stadt möchte künftig bestimmte Reinigungsleistungen selbst erbringen, anstatt externe Dienstleister zu beauftragen. Neben Kosteneinsparungen verspricht sich die Verwaltung davon mehr Flexibilität, eine bessere Planbarkeit und kürzere Reaktionszeiten bei Verschmutzungen oder nach Unwettern. Darüber hinaus kann der Bauhof seine Einsatzmöglichkeiten erweitern, etwa bei der Pflege des Stadtmobiliars oder im Winterdienst.
Die Maßnahme ist Teil des freiwilligen Haushaltsstrukturkonzeptes. Ziel ist es, angesichts steigender Ausgaben, rückläufiger Rücklagen und finanzieller Herausforderungen die langfristige Handlungsfähigkeit und Investitionskraft Freitals zu sichern. Durch die Übernahme der Reinigungsleistungen sollen ab 2027 jährlich rund 40.000 Euro eingespart werden. Unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten für die Maschine und der notwendigen Umbaumaßnahmen im Bauhof steht ab dem fünften Jahr eine jährliche Ersparnis von rund 75.000 Euro in Aussicht.