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Datum: 30.10.2026

Freitaler Saurierplatte zieht ins Naturkundemuseum Chemnitz ein

Der Geologische Dienst des Landesumweltamtes Sachsen bewahrt und erforscht seit über 125 Jahren die originale Freitaler Saurierplatte. Jetzt hat die Zeit hinter verschlossenen Archivtüren ein Ende: Die Saurierplatte ist Anfang Oktober 2026 an das Naturkundemuseum Chemnitz als Dauerleihgabe übergeben worden.

Die Freitaler Saurierplatte ist der einzige Fund dieser Qualität weltweit und von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Im Jahr 1901 wurde die Platte aus einer Tiefe von 300 Metern unter Tage im Steinkohlerevier in Freital im Bereich des Königin-Carola-Schachts geborgen und an die damalige Königliche Geologische Landesanstalt in Leipzig (heute Geologischer Dienst des LfULG) übergeben.

Lange bewegte die Landesgeologinnen und -geologen die Frage, wie sie dieses wissenschaftlich herausragende Fossil einer großen Öffentlichkeit zugänglich machen können. Die Wahl fiel auf das Naturkundemuseum Chemnitz. Seine geologische Ausstellung widmet sich genau jenem erdgeschichtlichen Zeitabschnitt, aus dem die Freitaler Saurierplatte stammt. So trifft Pantelosaurus dort auf den Versteinerten Wald von Chemnitz, der vor 291 Millionen Jahren aus der riesigen Glutwolke eines Vulkans entstanden ist und heute nur wenige Meter unter der Stadt Chemnitz liegt – was für eine Symbiose.

Bei der originalen Freitaler Saurierplatte handelt es sich um ein komplexes Objekt aus sechs eng miteinander verschränkten Skeletten und stellt das einzige Material der etwa 1,2 Meter langen Gattung Pantelosaurus dar. Der Pantelosaurus war ein Fleisch- bis Allesfresser und womöglich das größte Raubtier seines Ökosystems. Zur Einordnung: Es handelt sich um keinen Dinosaurier.

Kopien der Fossilplatte aus den 1920erJahren hängen weltweit in Museen von London bis New York. Im Jahr 2025 wurden zwei weitere Kopien mittels 3-D-Druck hergestellt. Eine davon hängt im Museum KohleWelt in Oelsnitz/Erzgebirge und die andere im Landesumweltamt in Pillnitz.

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