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Soziale Stadt Potschappel

Die Große Kreisstadt Freital hat mit Antrag vom 18. Januar 2001 an das Sächsische Staatsministerium des Innern über das Regierungspräsidium Dresden die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ (SSP) beantragt. Der Stadtrat hat mit Beschluss vom 3. Mai 2001 das Fördergebiet mit einer Größe von 57 Hektar festgelegt.

Mit Bescheid vom 25. Oktober 2001 wurde rückwirkend zum 01.Januar 2001 das Gebiet „Potschappel“ in das Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ (SSP) aufgenommen.

Fördergebiet:  Potschappel
Bund-Länder-Programm: Soziale Stadt (SSP)
Aktuelle Gebietsgröße: 57 ha
Durchführungszeitraum: 2001 bis 2019

Das Fördergebiet spiegelte einen sozialen Brennpunkt wider, der durch ein Gemisch brisanter Problemlagen gekennzeichnet war, darunter u.a. ein hohes Maß an Langzeitarbeitslosigkeit - insbesondere Jugendarbeitslosigkeit -, eine vergleichsweise niedrige (durchschnittliche) Einkommenslage, ein ebenso vergleichsweise niedriges Bildungsniveau im Sinne praxisrelevanter Schul-/Aus- und Weiterbildungsabschlüsse, ein überdurchschnittliches Konfliktpotenzial (u.a. Kriminalität, Suchtproblematik Alkohol und Drogen) und eine wachsende Umfeldverdrossenheit durch wohnfeldbezogene Bündelung von sozial schwachen Bevölkerungsgruppen.

Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt Freital-Potschappel, benannte bestehende städtebauliche Missstände und zeigte Lösungsmöglichkeiten für diese. Es bot damit die Grundlage für die weitere Entwicklung des Fördergebietes.

Im Konzept waren folgende Handlungsschwerpunkte definiert:
  • Gestaltung brachliegender Freiflächen zu attraktiven Aufenthaltsbereichen und zur Aufwertung umgebender Wohnbebauung,
  • Wiederherstellung von ansprechendem Wohnraum durch Modernisierung und Instandsetzung,
  • gezielte Nachverdichtung für Wohnen, Handel und Gewerbe im kernstadtnahen Bereich,
  • Wieder‐ und Umnutzung ehemaliger öffentlicher Gebäude, besonders der Baudenkmale.

Nach nunmehr 19 Jahren im Programm Soziale Stadt sind die möglichen Einzelmaßnahmen abgeschlossen. Die städtebaulichen Missstände wurden insoweit behoben oder verbessert, als Städtebaufördermittel zur Verfügung standen und die Eigentümer zur Mitwirkung bereit waren. Es stehen keine Städtebaufördermittel mehr zur Verfügung und die Schlussabrechnung wurde erstellt.

Beispiele für abgeschlossene Maßnahmen im Gebiet:
  • Rückbau zirka 40 Gebäude privater Dritter
  • Sanierung zirka 18 Gebäude privater Dritter
  • Freilegung 4 gemeindeeigener Grundstücke
  • Sanierung Lessingschule
  • Sanierung Kindertagesstätte Willi
  • Sanierung Kinderland am Wiesenhang
  • Herstellung Platz am Goldenen Löwen
  • Herstellung Freifläche Marktstraße, Kantstraße, Zur Lessingschule
  • Erneuerung der Goethe-, Reichard-, Zillestraße
  • Erneuerung Steinstraße/Mühlgraben
  • Erneuerung Potschappler Straße
  • Erneuerung Richard-Wagner-Straße
  • Erneuerung Paul-Büttner-Straße/Richard-Wagner-Platz
  • Herstellung Bahnhofsvorplatz
  • Herstellung Reichardpark
  • Herstellung Park an der Wiederitz
  • Erschließung Dresdner Straße 21 – Gewerbehof
  • Umbau und Erweiterung ehemaliger Bahnhof