Weitere Informationen zur Methode
Die Instandsetzungsarbeiten auf verschiedenen Straßenabschnitten werden jährlich von der Stadt Freital gemeinsam mit einer Spezialfirma ausgeführt. Mit dem Verfahren, bei dem eine bitumenhaltige Emulsion auf die alte Straßenoberfläche gespritzt und danach Edelsplittt aufgebracht wird, kann die Haltbarkeit der Straßen um fünf bis sieben Jahre verlängert werden. Der Splitt wird zunächst von einer Walze angedrückt und bleibt etwa eine Woche lang liegen. Die darüber fahrenden Autos verfestigen die neue Oberfläche in der Zeit zusätzlich. Nach einer Woche lässt die Stadt den restlichen Splitt abkehren. Er wird im Bauhof eingelagert und für andere Ausbesserungsarbeiten wiederverwendet.
Mit den Straßeninstandsetzungsarbeiten kann nicht nur eine wieder glatte und optisch ansprechende Straßenoberfläche erreicht werden, die besonders im Winter wieder mehr Grip bietet, sondern auch das Eindringen von Wasser in kleine Risse, die sich über die Jahre gebildet haben, wird verhindert. Damit werden Frostschäden vermieden, die eine teure Straßensanierung nach sich ziehen würden. Außerdem sorgt der Bauhof mit vorbereitenden Maßnahmen dafür, dass Unebenheiten im Straßenbelag verschwinden. Zudem können bei dem Verfahren Spuren verschwinden, die Hausanschlüsse und Leitungsarbeiten in der Vergangenheit hinterlassen haben.
Die Straßen müssen bei dem angewandten Verfahren nicht lange gesperrt werden, sondern sind unmittelbar nach dem Aufbringen des Splitts wieder nutzbar. Die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bleiben gering. Die Stadt dankt allen bereits im Vorfeld für das Verständnis bei kleineren Einschränkungen. Die Stadtverwaltung bittet zudem um besondere Rücksicht und Vorsicht der Verkehrsteilnehmer während der Zeit, in der Splitt noch auf der Oberfläche liegt. Entsprechende Warnschilder werden in den Bereichen aufgestellt.
Die Stadt Freital setzt das Verfahren seit 1992 ein und hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Eine Reihe von Straßen konnte so in einem guten Zustand erhalten werden. Die Auswahl erfolgt nach laufender Begutachtung von Straßenzuständen im Stadtgebiet und einer sich daraus ergebenden Prioritätenliste. Zwischen 30.000 und 50.000 Euro stehen jedes Jahr aus dem Stadthaushalt für diese Maßnahmen bereit.