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Nächste Etappe für Projekt zu Erosionsschäden am Poisenbach

Die Projektbüros laden alle Interessierten am 28. März 2019 um 18.00 Uhr in die Waldblick Oberschule ein. 

Am 13. März 2019 trafen sich rund 20 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um sich direkt vor Ort über die Überschwemmungs- und Erosionsereignisse im Untersuchungsgebiet am Poisenbach auszutauschen. Hintergrund des Projektes sind Starkregenereignisse, welche in den letzten Jahren vermehrt zu unterschiedlichen Schäden auf Feldern und Grundstücken verschiedener Akteure geführt hatten.

Um dieser Situation mit einer fundierten Grundlage zu begegnen hat sich die Stadt Freital erfolgreich beim EU-Projekt LIFE LOCAL ADAPT beworben, welches durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) koordiniert und begleitet wird.

Als erster Schritt zum Verständnis und zur Verständigung über die lokale Situation luden die für die Erstellung einer Klimaanpassungsstrategie beauftragten Ingenieurbüros zur Ortsbegehung ein. Einige Wochen zuvor war allen im Projektgebiet befindlichen Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Eigentümerinnen und Eigentümern die Möglichkeit gegeben worden, sich an einer Umfrage zu den bisherigen Schadensereignissen zu beteiligen. Nun sollte im Ortstermin konkret besprochen werden, wie sich die Ereignisse zugetragen haben und wie sich das Projektgebiet mit seinen Feldern und Waldflächen in seiner natürlichen Ausprägung verändert hat. Bei den intensiven Gesprächen konnten viele Eindrücke gewonnen und auch historische Zusammenhänge hergestellt werden. Für die beauftragten Ingenieurbüros iKD Ingenieur-Consult GmbH und die KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH aus Dresden war diese Ortsbegehung und die vielen Informationen wichtig um den nächsten Schritt im Projekt anzugehen.

Derzeit wird für das Projektgebiet ein Berechnungsmodell entwickelt, welches in der Lage ist, verschiedene Starkregenereignisse zu simulieren und so nachvollziehbar zu machen. Die Informationen aus der Umfrage und den Gesprächen aus der Ortsbegehung sind dabei wichtige Grundlagen, um eine möglichst realitätsnahe Simulation zu gewährleisten.

Der nächste wichtige Schritt ist die gemeinsame Verständigung zur Ausgangssituation und die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen und Lösungen, um langfristig Schäden durch Starkniederschläge zu minimieren. Dazu laden die Projektbüros alle interessierten Akteure am 28. März 2019 um 18.00 Uhr in die Waldblick Oberschule, Waldblick 42, 01705 Freital, ein. Einerseits erfolgt die Vorstellung der Ergebnisse aus dem Berechnungsmodell in Zusammenhang mit den Informationen aus der Ortsbegehung und der Umfrage. Andererseits soll es Gelegenheit geben, sich offen mit allen Akteuren über mögliche Handlungsoptionen und Maßnahmen auszutauschen. Ziel des Abends wird es sein Möglichkeiten und Maßnahmen zu benennen die anschließend, durch die Bereitschaft aller notwendigen Akteure auch eine Chance zur erfolgreichen Umsetzung haben.

Im Anschluss an diesen Abend werden die vorgeschlagenen Maßnahmen in das Berechnungsmodell eingepflegt, um deren Wirksamkeit zu untersuchen. Als Ergebnis der Untersuchung soll dargestellt werden, welche Maßnahmen bzw. Maßnahmenkombinationen, unter Berücksichtigung der Belange aller Akteure, die beste Lösung des Problems darstellen.

Dabei enden das Projekt und der Austausch noch lange nicht, denn es sind kontinuierlich Gespräche zur Entwicklung der Maßnahmenstrategie sowie eine Vorstellung der Projektergebnisse im Sommer 2019 geplant. Für den 28. März 2019 ist es daher sehr wichtig sich über den Stand der Dinge und die Handlungsmöglichkeiten zu verständigen. Dazu hoffen die Projektpartner und die Stadt Freital auf breite Unterstützung und rege Teilnahme, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

27.03.2019