Freital investiert in moderne Infrastruktur
Der Bau der neuen zentralen Feuerwache in Freital nimmt weiter Gestalt an. Mit einem Gesamtvolumen von rund 21 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten kommunalen Investitionen der kommenden Jahre – und ist bereits in der Umsetzung. Mit der neuen Feuerwache will Freital nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte verbessern, sondern auch die Sicherheit in der Stadt langfristig stärken.
Ein wesentlicher Teil der Finanzierung steht bereits fest: Über Förderprogramme des Freistaates Sachsen, die vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bewirtschaftet werden, wurden 2,6 Millionen Euro bewilligt. Weitere 1,7 Millionen Euro sollen hinzukommen. Zusätzlich plant die Stadt, rund 3,5 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsbudget für den Zeitraum 2025 bis 2028 in das Bauvorhaben zu lenken. Das hat der Stadtrat beschlossen.
Die Mittel stammen aus dem sogenannten „Sachsenfonds“, der Teil eines bundesweiten Infrastrukturprogramms ist. Ziel ist es, Investitionen in die öffentliche Infrastruktur zu stärken und wirtschaftliche Impulse zu setzen. Sachsen erhält aus diesem Topf vom Bund insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro, die über mehrere Jahre verteilt werden. Auf die Kommunen entfallen dabei direkt rund 1,7 Milliarden Euro (Kommunalinvestitionsbudget). Im Landkreis wurde sich für eine Verteilung dieser Mittel im Wesentlichen über die Einwohnerzahl entschieden.
Die Stadt Freital verfolgt dabei eine klare Strategie: Statt die Fördermittel auf mehrere kleinere Projekte zu verteilen, sollen sie gebündelt in den Neubau der Feuerwache fließen. Dadurch kann der städtische Eigenanteil – aktuell rund 16,5 Millionen Euro – spürbar reduziert werden. Gleichzeitig werden Haushaltsmittel frei, die flexibel für andere wichtige Projekte eingesetzt werden können.
Darüber hinaus will Sachsen Geld für Investitionen in den Bereichen des Schulhausbaus, der Straßeninfrastruktur und der Krankenhäuser über die jeweiligen Fachförderungen bereitstellen. Hier stehen bis 2036 über eine Milliarde Euro im Freistaat zur Verfügung. Freital wird sich auch hier um Mittel bemühen, die in Projekte wie beispielsweise den lange geplanten Ausbau der Grundschule Pesterwitz fließen sollen.
Außerdem will der Freistaat selbst rund 2,0 Milliarden Euro aus dem Fonds investieren. Hierbei erhofft sich die Stadt, dass die Landesregierung ihr Versprechen einlöst und das Haus der Bildung in Freital errichtet. Die Einrichtung des Landesamtes für Schule und Bildung mit rund 350 Beschäftigten soll die beiden bisherigen Standorte Dresden und Radebeul ablösen. Das Haus der Bildung war 2013 von der damaligen Landesregierung beschlossen, ist bis heute allerdings nicht realisiert worden.