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Datum: 07.05.2024

Wertvolle Schenkung für Städtische Sammlungen Freital

Hans Christoph, Bernhard Kretzschmar, Werner Wittig – das sind Namen, die bisher nicht oder nur kaum in den Städtischen Sammlung Freital auf Schloss Burgk vertreten waren. Jetzt sind es die neuesten Bestandszugänge. Zu sehen sind sie ab Donnerstag, 9. Mai 2024 bis 21. Juli 2024 in der Kabinettausstellung in der „Drehscheibe“.

Möglich wurde der Erwerb dieser Kunstwerke durch die sehr großzügige Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen. Förmlich als vorfristiges Geburtstagsgeschenk – die Städtischen Sammlungen begehen in diesem Jahr das Jubiläum des 100-jährigen Bestehens – überreichte Landesstellen-Direktorin Katja Margarethe Mieth im Dezember 2023 die Neuzugänge dem Museum.

Dass es sich hier um drei gewichtige Positionen der Dresdner Kunstgeschichte handelt, ist nur folgerichtig, denn die Städtischen Sammlungen Freital sind mit ihrer exzellenten Sammlung Dresdner Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts bei Kunstfreunden und Kunstliebhabern schon lange kein Geheimtipp mehr. Um diese wichtige Position im Dresdner Kunstgeschehen nicht zu verlieren, wurde nicht aufgehört zu sammeln. Das Profil soll weiter geschärft und bestehende Sammlungslücken soweit wie möglich geschlossen werden. Mit diesem Ankauf kommen Arbeiten nach Freital, die bisher fehlten.

Jetzt gehören dem Museum vier wichtige Arbeiten auf Papier – unter anderem die „Tragödie“ von Hans Christoph. Mit Bernhard Kretzschmars (1889 bis 1972) „Reitpartie nach Goppeln“ bekommt das Museum ein repräsentatives Gemälde aus dem Nachlass des Künstlers, der als einer der wichtigsten Vertreter des Dresdner Kolorismus gilt. Zwei Ölgemälde des Dresdner Künstlers Werner Wittig (1930 bis 2013) runden die Schenkung ab und stärken die Sammlung des 20. Jahrhunderts.

Informationen zu den Städtischen Sammlungen

Die Städtischen Sammlungen Freital gehören zu den größten nichtstaatlichen Museen des Freistaates Sachsen. Das einstige Rittergut Burgk - seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt - beherbergt heute einen Museumskomplex mit unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten.

Im Hauptgebäude wird der über 450-jährige Steinkohlenbergbau der Region in unterschiedlichen Facetten dokumentiert. Darin eingebettet finden sich maßgebliche Aussagen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Eine nachgestaltete Untertagesituation im Nordflügel des Objektes dokumentiert den WISMUT-Bergbau der Jahre 1945 bis 1989. Ein zugehöriger Technikgarten lässt in Form einer Freiluftpräsentation den Bergbau der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder aufleben. Das einzige Besucherbergwerk zur Dokumentation des frühindustriellen Steinkohlenbergbaus Sachsens befindet sich im Park des Komplexes.

Den zweiten bedeutenden Schwerpunkt setzen zwei hochkarätige Sammlungen zur sächsischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Städtische Kunstsammlung zeigt insbesondere Werke, die im Zeitraum von etwa 1890 bis 1950 entstanden sind. Glanzpunkte bilden neun Gemälde von Otto Dix. Auch der gesamte Umkreis des Künstlers ist mit Werken von Wilhelm Lachnit, Pol Cassel, Conrad Felixmüller, Otto Lange, Curt Querner, Ewald Schönberg und vielen anderen hervorragend vertreten. Die Lehrer der Dix-Generation werden durch bedeutende Werke von Carl Bantzer, Gotthardt Kuehl, Richard Müller, Sascha Schneider, Ludwig von Hofmann und Oskar Zwintscher vorgestellt. Daneben gelingt mit der Stiftung Friedrich Pappermann die Darstellung der Dresdner Kunstentwicklung von der Gründung der Königlichen Kunstakademie im Jahre 1764 bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Ein Schulhistorisches Kabinett, der romantische Park, das Schlosscafé, die Säle und der Erlebnisspielplatz „Burgkania“ runden das vielfältige Angebot ab.

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