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Stadtteil Saalhausen

Abseits des städtischen Lärms, unmittelbar am Weißiger Wald gelegen, befindet sich das seit 1973 zur Stadtgebiet gehörige Saalhausen, welches sich bis in die Gegenwart sein ländliches Gepräge erhielt.

Das idyllisch gelegene Dorf, welches 1350 erstmals schriftlich erwähnt und anfangs Dresden, später der Gerichtsbarkeit der Güter Döhlen und Zauckerode untergeordnet wurde, ernährte über all die Jahrhunderte hinweg seine Bewohner durch Ackerbau und Viehzucht. Die 1882 eingeweihte Bezirksanstalt für verwaiste Kinder und pflegebedürftige Personen brachte mehr Leben in die Gemeinde. Die Anstaltsinsassen beschäftigte man in den weitläufigen Anlagen häufig mit gärtnerischen Tätigkeiten.

Ein zusätzlich eröffnetes sogenanntes Verpfleghaus für körperlich und geistig behinderte Personen ergänzte das Anwesen ab 1906, ein kleines Krankenhaus mit Operationssaal kam 1911 hinzu. Während des Ersten Weltkrieges fanden verletzte und traumatisierte Kriegsteilnehmer Pflege und Fürsorge in Saalhausen. Eine Anzahl psychisch behinderter Patienten der Anstalt wurde, wie Insassen anderer Freitaler Pflegeeinrichtungen auch, ohne Wissen der Angehörigen während des Nationalsozialismus in Vernichtungslager abtransportiert und fand dort den Tod. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte man die in einen hochwertigen Landschaftsraum eingebettete Einrichtung zur Kuranstalt für Tuberkulosekranke um. Zwischen 1967 und 1988 nutzte man die attraktiven, seither ungenutzten Gebäude als Altenheim.

Der Stadtteil Saalhausen ist heute ein ruhiger und grüner Wohnort mit zahlreichen Einfamilienhäusern.