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Stadtteil Hainsberg mit Coßmannsdorf und Eckersdorf

Wenige Quellen überliefern Wissenswertes zum ursprünglich als Waldhufendorf angelegten Hainsberg, einer Siedlung am Zusammenfluss von Roter und Wilder Weißeritz.

Um 1230 wird ein Herrensitz erwähnt, die Wasserkraft der Weißeritz nutzten frühzeitig Mühlen. Die Abgeschiedenheit des landwirtschaftlich genutzten Gebietes von Hainsberg, Coßmannsdorf und Eckersdorf verlor sich mit ersten industriellen Unternehmungen wie der Türkischrot-Garnfärberei von Herfurth & Römer ab 1836. Die 1838 nachfolgende, von Thode und Michael gegründete Maschinenpapier-Fabrik stellt noch heute als ein europäischer Marktführer unter HAINSBERG-PAPIER qualitativ hochwertige Recyclingpapiere her.

Die Industrialisierung des Weißeritztales und dessen infrastrukturelle Erschließung ab 1855 durch die Albertbahn und ab 1882 durch die Kleinbahn sorgten für den Zuzug von Arbeitern, die in Hainsberg Maschinen, Schmelztiegel, Möbel oder Fahrräder produzierten.

Der rasanten Bevölkerungszunahme folgte der Bau von Schulen, Kleinhaus-Siedlungen und der Kirche. Die 1880 gegründete Kammgarn-Spinnerei Dietel & Schmitt verwandelte innerhalb weniger Jahre das landschaftlich reizvolle Coßmannsdorf in einen von Sheddächern und Arbeiterhäusern städtisch geprägten Ort, der sich zeitgleich mit der 1913 erfolgten Eingemeindung des ländlichen Eckersdorfs, ein prächtiges Rathaus als kommunalen Mittelpunkt errichtete.

Seit dem 1933 erfolgten Zusammenschluss von Hainsberg und Coßmannsdorf gilt dieses Gebäude als Hainsberger Rathaus und wird, nachdem sich Hainsberg 1964 der Stadt Freital anschloss, noch heute von kommunalen Gesellschaften genutzt. Mit der auf der Roten Weißeritz ausgetragenen Weltmeisterschaft für Wildwasserrennsport und Kanuslalom erregte Hainsberg 1961 weltweite Aufmerksamkeit. Heute genießt es als Freitaler Stadtteil einen hohen Beliebtheitsgrad wegen seiner idyllisch-grünen Lage und nach 1989 neu erschlossener Wohnstandorte, den das Freizeit- und Erholungszentrum “Hains“ und die Geschäftspassagen des Weißeritz Parkes noch verstärken.