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2003: Papierfabrik Hainsberg

Die Schnellwiederaufsteher

Das Hainsberger Unternehmen hat eine lange Tradition. Es wird am 6. Februar 1838 vom Dresdner Kaufmann Gerhardt Friedrich Thode und dem Chemnitzer Apotheker Wilhelm Eduard Michael als Thode & Michael Papierfabrik gegründet. Die Produktion beginnt im Jahr 1842 mit einer Papiermaschine. Im ersten Jahr verlassen 77 Tonnen Papier das Werk. Der Betrieb hat 80 Angestellte. 1851 kommt eine zweite Papiermaschine hinzu. 1856 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelt, in der zwei Jahre später etwa 550 Arbeiter arbeiten. Anfang des 20. Jahrhunderts folgen Erweiterungen und technische Verbesserungen in der Papierfabrik.

Im Jahr 1973 wird erstmals Altpapier als Ausgangsstoff für die Papierherstellung verwendet. Die Papierfabrik wird ins Kombinat Zellstoff und Papier Heidenau integriert. Nach der Wiedervereinigung 1990 erfolgt die Angliederung an die neu gegründete Dresden Papier AG. Die Papierfabrik Hainsberg GmbH spezialisiert sich auf die Herstellung grafischer Recyclingpapiere. 1994 wird eine Altpapieraufbereitungsanlage errichtet. Im Jahr 2000 verkauft die Dresden Papier AG das Werk an die Golzern Holding GmbH. Diese investiert 2001 etwa sieben Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung der Fabrik.

Das Augusthochwasser 2002 zieht das direkt an der Weißeritz gelegene Firmengelände durch angeschwemmten Schlamm und Unrat schwer in Mitleidenschaft und bringt die Produktion völlig zum Erliegen. Fast alle Papierbestände werden vernichtet. Trotz der Zerstörung entschließt sich die Geschäftsführung, weiter zu arbeiten und wieder aufzubauen. Mit viel Elan und der Hilfe zahlreicher Spender gelingt es, die Fabrik bereits ab dem 9. Oktober schrittweise wieder in Betrieb zu nehmen

2003 produzieren die 130 Mitarbeiter mit rund 10.000 Tonnen Recyclingpapier sogar etwas mehr als vor der Flut. Für die Herstellung wird ausschließlich Altpapier verwendet. Das Hainsberger Papier trägt das Umweltschutzzeichen „Blauer Engel“. Am 12. September des Jahres erhält die Papierfabrik Hainsberg GmbH den Unternehmerpreis 2003, der  zur Eröffnung des Windbergfestes überreicht wird.

Update

  • 2005 gehen eine neue Rollenschneidemaschine und eine Stärkeaufbereitungsanlage in Betrieb.
  • 2009 geht eine Kleinformatanlage zur Ausrüstung von Kopierpapieren in Betrieb.
  • 2010 wird die Hoya Papier GmbH Mehrheitsanteilseigner der Papierfabrik Hainsberg GmbH.
  • 2011 übernimmt ein neues Kraftwerk die Dampf- und einen Teil der Stromversorgung.
  • 2012 wird ein neuer Querschneider zur Herstellung von Formatdruckpapieren in Betrieb genommen. Kurz darauf wird erstmals farbiges Papier der neuen Produktreihe „Lettura® Color“ produziert.