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2003: Ulrich Mignon

Spezialist für Stahl und Kunst

Ulrich Mignon, mehr als ein Jahrzehnt Geschäftsführer der BGH Edelstahl Freital GmbH, ist nicht nur ein Fachmann der Betriebswirtschaft und der Stahlindustrie, darüber hinaus ist er ein Kenner und Förderer der Bildenden Kunst aus der ehemaligen DDR. Aus letzterem Grund ehrte ihn die Stadt Freital am 27. Juni 2003 mit dem Kultur- und Kunstpreis 2003. Der scheidende Arbeitsdirektor des Edelstahlwerkes nahm im Rahmen seiner Abschiedsfeier von Oberbürgermeister Klaus Mättig und den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates in Pohrsdorf den Preis dankend entgegen. Die Vergabe des Kultur- und Kunstpreises der Stadt Freital fand damit zum fünften Mal statt.

Großbetriebe wie das in Freital ansässige Edelstahlwerk hatten zu DDR-Zeiten neben wirtschaftlichen Aufgaben auch gesellschaftliche Verpflichtungen. Dazu gehörte das Experiment, die damals noch unter extremer körperlicher Belastung arbeitenden Stahlwerker zu einer künstlerisch gestaltenden Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit zu animieren. Dem so entstandenen Laienkunstzirkel unter der Leitung von Prof. Gottfried Bammes und Werner Haselhuhn verdanken die Sächsischen Edelstahlwerke über hundert Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Drucke.

Ulrich Mignon ist zu verdanken, dass diese Bilder der Nachwelt erhalten blieben. Er ließ sie katalogisieren, spürte Werke auf die wie auch immer in andere Hände geraten waren und ließ sie restaurieren. Mit der Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes und aus Anlass des 75. Gründungstages der Stadt Freital konnte so die entstandene Galerie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aus diesem Anlass entstand auch die von Ulrich Mignon herausgegebene Broschüre „Stahl und Kunst in Freital". Auf Mignons Initiative hin fand die Kunst auch einen Platz im Image-Katalog des BGH Edelstahlwerks und trägt so den Namen der Stadt Freital und DDR- Kunstgeschichte in die ganze Welt. Ulrich Mignons Buch „Haselhuhn" erschien anlässlich des 75. Geburtstages des Malers Werner Haselhuhn.

Als Ruheständler widmete er sich fortan gänzlich seinem Faible. Mit seiner Firma „Art mobile“ begleitete er die Entwicklung der Unternehmenskultur in einem Unternehmen z. B. durch Kunst am Arbeitsplatz. Im Rahmen des Projektes unterstützte Ulrich Mignon vor allem bildende Künstler der Region. Auf seine jahrelange Erfahrung mit „Kunst und Stahl“ im Freitaler Edelstahlwerk aufbauend, arbeitete er daran, den Bekanntheitsgrad des Künstlers überregional zu erhöhen und sein Werk zu „vermarkten“.