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Migration und Integration in Freital

Zwischen Neuland und Alltag.

In Freital leben rund 1.500 Migranten verschiedenster Herkunft. Ungefähr ein Zehntel davon sind Geflüchtete. Damit die Integration ausländischer Bürger gelingen kann, bedarf es sachlicher Informationen zu diesem Thema. Einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog zum Thema bietet das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als zuständige Behörde auf seiner Internetseite

Im Jahr 2018 regte die Stadt Freital die Schaffung einer Stelle der Kommunalen Integrationskoordinatorin an, die vom Kinder- und Jugendhilfeverbund Freital e. V. beantragt und ans Koordinationsbüro für Soziale Arbeit (KoBü) angebunden wurde. Diese dient als Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Migranten und Einheimischen in Freital, dem Landkreis als Unterster Staatlicher Behörde, Unternehmen, sozialen Trägern, Ehrenamtlichen und allen sonstigen in die Integrationsarbeit involvierten Akteuren der Stadt. In Zusammenarbeit mit der Integrationskoordinatorin kann die Stadtverwaltung so alle mit der Integration von Migranten in Verbindung stehenden Aktivitäten im Stadtgebiet begleiten und erhält von ihr Rückmeldungen, Informationen und Beratungen zum Thema Asyl und Migration.

In Freital sind verschiedene hauptamtliche Strukturen in die Integrationsarbeit involviert, zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter, die in enger Kooperation mit dem Landratsamt, Unternehmen und den Bildungsträgern Migranten bei der Arbeitssuche unterstützen. Eine Sprechstunde des Arbeitsmarktmentors, der individuelle Begleitung bei der Arbeitssuche anbietet, ergänzt das Angebot der Arbeitsmarktintegration.

Beratungsangebote für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Migranten stellt der Caritasverband für Dresden e. V. mit der Flüchtlingssozialberatung, dem Jugendmigrationsdienst und der Migrationsberatung für Erwachsene zur Verfügung.

Die Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bietet auch in Freital ein umfassendes, aufeinander aufbauendes Deutsch- und Integrationskursangebot an, das sich am gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert. Des Weiteren bieten auch andere Bildungsträger berufsbezogene Deutsch-Förderung und Coachings an. Zudem leisten die Schulen einen wichtigen Beitrag zur Integration junger Migranten. In VKA-Klassen (Vorbereitungsklassen für Ausländer) lernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Alltags- und Bildungssprache als Voraussetzung für die schulische Integration und den schrittweisen Übergang in die Regelklasse. In Freital gibt es das Angebot beispielsweise an der Waldblick-Oberschule Niederhäslich oder der Geschwister-Scholl-Oberschule Hainsberg.

Außerdem stellen in Freital verschiedene Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche Angebote für Migranten zur Verfügung - von der Alltagshilfe über Freizeit-, Begegnungs- und Bildungsangebote bis hin zur Hilfe bei der Bewältigung von Behördengängen. Vereine wie „Das Zusammenleben e. V. oder das „Regenbogen“ Familienzentrum e. V. bieten darüber hinaus Migranten Raum für eigene Initiativen. Bürger der Stadt sind jederzeit willkommen, in solchem Rahmen in Kontakt zu kommen und möglicherweise gemeinsam Freizeit zu gestalten oder in bestimmten Bereichen zu helfen. Migranten betätigen sich natürlich auch in Sportvereinen und nehmen an verschiedenen Turnieren in und um Freital teil.

Aber auch die Selbstorganisationsbestrebungen von Migranten gewinnen zunehmend an Bedeutung. So hat sich zum Beispiel mit „Refugees and Friends“ eine Initiative gegründet, welche zum einen selbst unterstützend für Migranten tätig wird, Bildungsarbeit leistet, sich aber auch konstruktiv in Entwicklungsprozesse der Stadt einbringt.