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Unterbringung für Asylbewerber

Erstaufnahme

Möchte ein Flüchtling aus einem Land, welches nicht Mitglied der EU ist, in Deutschland leben, so muss er ein sogenanntes "Asylgesuch" stellen. Im Anschluss werden die Geflüchteten zunächst in einer Erstaufnahme­einrichtung (EAE) bis zur Höchstdauer von drei Monaten untergebracht. In der EAE werden die Geflüchteten registriert und stellen einen Asylantrag. Im Anschluss an die Erstaufnahme werden sie auf die Kommunen verteilt. Dort erfolgt dann eine Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen.

Zugewiesene Asylbewerber/Geflüchtete nach dem Königsteiner Schlüssel

Der "Königsteiner Schlüssel" legt fest, welchen Anteil der Asylbewerber jedes Bundesland aufnehmen muss. Dieser wird für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet. Nach diesem Schlüssel erfolgt die weitere Verteilung der Asylbewerber/Geflüchtete in den Landkreisen und den dazugehörigen Gemeinden.

Unterbringung

Bezüglich der Unterbringung wird zwischen zentraler und dezentraler Unterbringung unterschieden. Bei der dezentralen Unterbringung werden Asylbewerber/Geflüchtete in Wohnungen untergebracht. Insgesamt 120 Asylbewerber/Geflüchtete sind in Freital dezentral untergebracht, darunter 21 Kinder, 15 Frauen und 84 Männer (Stand: 2. Juli 2020).

Die zentrale Unterbringung erfolgt ab einer Anzahl von 60 Personen in gemeinschaftlichen Einrichtungen. Mit der Schließung der Freitaler Unterkunft Am Langen Rain durch den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gibt es in der Stadt Freital seit 1. Februar 2016 keine zentrale Unterbringung mehr.