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Georgenkirche Somsdorf

Das älteste erhaltene gottesdienstliche Gebäude im Stadtgebiet

Ein noch erhaltener Grundstein zeugt von der Errichtung der Kirche, etwas erhöht in der Mitte des Dorfes, im Jahr 1238. Dem Namen nach wurde die Kirche vermutlich dem heiligen Georg, dem Schutzpatron der deutschen Ritter, geweiht. Zwei Fensternischen an der Nordwand sind von der ursprünglichen Kirche mit romanischen Stilelementen erhalten.

Das schöne Gotteshaus erhielt seine heutige Gestalt mit dem Umbau im Jahr 1711 in eine barocke Saalkirche. Das Gebäude wurde nach Süden erweitert, mit dem weithin sichtbaren schiefergedeckten Dachreiter und barocker Außen­fassade versehen. Im Inneren erinnert die doppelgeschossige Emporenarchitektur mit Kassettendecke und Patronatslogen mit marmorisierten Kartuschenfeldern an frühere Theaterbauten.

Den Barockaltar des bekannten Dresdner Bildhauers Benjamin Thomae erhielt die Kirche im Jahr 1724. Das reiche Altarprospekt mit seinen Säulen, Simsen, Kapitellen, Putten und Gloriole wird zu beiden Seiten flankiert von den in Weiß und Gold gefassten allegorischen Figuren für Liebe und Glaube. Beachtenswert sind die kelchförmige, buntbemalte Sandsteintaufe, die feingliedrige Kanzel, die Reste einer "Anna-Selbdritt" in der Sakristei und die 1828 von Karl Gottlieb Jehmlich gebaute Orgel. Die Orgel stellt das erste Werk der Orgelbauanstalt Jehmlich dar.

Die Georgenkirche wird in ursprünglicher Weise vom Friedhof umgeben.