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Datum: 01.09.2021

Kanalsanierung in Freital geht weiter

Der Abwasserbetrieb der Stadt Freital saniert auch im Jahr 2021 zahlreiche baufällige Kanalabschnitte. Jetzt sind das Kreuzstraßenviertel sowie Lohberg/Rotkopf-Görg-Straße und der Bereich Am Mittelweg in Pesterwitz dran.

Um zeit- und kostenaufwendige Aufgrabungen zu vermeiden, kommt zur Beseitigung von Schäden das sogenannte Schlauchliningverfahren – auch Inliner genannt – zum Einsatz. Dabei wird ein mit Kunstharz getränkter Trägerschlauch aus Nadelfilz- oder Glasfasermaterial in den schadhaften Kanal mit Wasser oder Druckluft eingestülpt oder mit einer Winde eingezogen. Nach Fixierung im Kanal wird der Inliner mittels Wärme, Dampf oder UV-Licht ausgehärtet. So entsteht ein neuer tragfähiger Kanal. Damit ist der alte schadhafte Kanal wieder für mindestens 50 Jahre funktionstüchtig und dicht. Eine Schlauchliningmaßnahme bedarf einiger Vor- und Nacharbeiten. So muss der Kanal vorab mehrmals gereinigt und mit einer TV-Kamera untersucht werden. Alle in den Kanal hineinragenden Hindernisse, wie Wurzeln und Stutzen, sind zu entfernen. Nach dem Einbau der Inliner werden alle Zuläufe, die in den sanierten Kanal münden, mit einem sogenannten Hutprofil angebunden. Zur Abnahme wird der sanierte Kanal nochmals gereinigt und mit einer TV-Kamera auf etwaige Mängel untersucht. Alle zum Kanal gehörenden Schächte werden ebenfalls saniert. Undichtigkeiten werden beseitigt, Steigeisen erneuert und sonstige Schäden, wie Risse und ähnliches, behoben.

Durch die umfangreichen Vor- und Nacharbeiten sowie die unterschiedlichen beteiligten Spezialfirmen müssen die Sanierungstrupps bis zu zehnmal an die einzelnen Schächte heran. Ebenso ist es aus technologischen Gründen erforderlich, zwischen den einzelnen Arbeitsschritten einige Wochen zu warten. Deshalb wundern sich Außenstehende häufig, warum scheinbar nur sporadisch gearbeitet wird.

Die nächsten Arbeiten finden ab Anfang September 2021 im Bereich Kreuzstraßenviertel sowie Lohberg/RotkopfGörg-Straße und im Bereich Am Mittelweg in Pesterwitz statt.

Die direkt betroffenen Anwohner werden rechtzeitig vor Baubeginn durch das Sanierungsunternehmen über Postwurfsendungen informiert. Der eigentlicher Inlinereinbau ist für den Zeitraum 37. und 38. Kalenderwoche vorgesehen. Der Abwasserbetrieb bittet alle Anwohner um Verständnis für entstehende Beeinträchtigungen, die vor allem aus umfangreichen Parkverbotszonen bestehen werden. Die Parkverbote werden jedoch immer nur für die Dauer jeder Einzelmaßnahme und nicht über den gesamten Bauzeitraum aktiviert. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass auftretende örtliche Geruchsbelästigungen keine Gesundheitsgefährdung darstellen. Beim Aushärten der Inliner wird Styrol freigesetzt, das auch in geringer Konzentration sehr geruchsintensiv ist. Styrol wird jedoch in der Natur innerhalb kürzester Zeit zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut.