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2015: Heinz Fiedler

Reporterlegende und profunder Kenner der "guten alten Zeit"

Heinz Fiedler, am 1. August 1927 in Coßmannsdorf geboren, ist der älteste und gleichzeitig der dienstälteste Reporter der Sächsischen Zeitung. Schon 1948 stand in der Lokalausgabe Freital sein erster Artikel. Inzwischen über 90 Jahre alt schreibt er immer noch regelmäßig „Heimatgeschichten“. Viele von diesen sind bereits ebenso als Buch erschienen, wie seine „Zelluloid-Erinnerungen“ über die Kinostars der Schwarz-Weiß-Film-Ära.

Am 3. Dezember 2015 beschloss der Stadtrat, den Kultur- und Kunstpreis der Großen Kreisstadt Freital an Heinz Fiedler zu vergeben. In der Begründung heißt es:

Wer Heinz Fiedler kennt und ihn sieht mit seinem schlohweißen Haarschopf, bemerkt schnell, dass er nicht mehr der jüngste Freitaler Zeitgenosse ist. Aber i9hn verbindet sehr viel mit den jüngeren Freitaler Zeitgenossen. Und dies hat mit seinem jahrzehntelangen Wirken als Kunst- und Kulturschaffender in unserer Stadt zu tun.

Es ist nahezu unüberschaubar, wie viele Publikationen er zur Heimatgeschichte im näheren und weiteren Umfeld von Freital veröffentlicht hat. Stets legt er ein enormes Wissen offen – es muss eine wahre Sisyphusarbeit dahinter stehen, wie genau er die behandelten Themen recherchiert und danach beschreibt. Die Themenvielfalt ist groß, ob es um alte Stadtgrößen wie Hermann Henker oder Robert Rudelt geht, ob Geschichten um die Weißeritz erzählt werden oder man erfährt, wie es um das Bier im Plauenschen Grunde bestellt war.

Seine Geschichten beginnen teilweise wie ein Märchen, aber sie reißen den Leser nicht nur mit, sondern lassen ihn auch teilhaben an vergangenen Zeiten. Manches hat er selbst erlebt und manches liest man, als wäre man selbst dabei gewesen.

Auch als Moderator und Mitgestalter eines sehr vielseitigen Freitaler Kulturlebens seit den 1950er Jahren bleibt er unvergessen, seien es der Hainsberger Fasching, die „4 Brummers im Kreuzverhör“, „Mit der Staatskapelle unterwegs“, die Mitwirkung bei den „Stahlspritzern“, Freitals Bunte Illustrierte“ und der seit 1969 bis heute (!) laufenden Reihe „9 mal gute Laune“.

Das macht Heinz Fiedler aus: einen Freitaler Literaten, dem seine Heimatstadt durchaus Anerkennung schuldig ist. Diese soll mit der Verleihung des Kultur- und Kunstpreises gewährt werden. Der Preis soll ihm persönlich Dank sein und ihm auch eine Aufforderung von uns Mitbürgern geben, solange es geht, weiter in seinem Metier tätig zu sein.