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2012: Olaf Stoy

Kreativer Schöpfer des "Weißen Goldes"

Olaf Stoy, 1959 in Dippoldiswalde geboren, absolvierte eine Ausbildung als Porzellangestalter in der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden, arbeitete danach im Unternehmen und wurde 1993 Chefmodelleur in der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden in Freital-Potschappel. Er belegte ein Abendstudium für Grafik und Plastik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, führte Künstler an das Material Porzellan heran. Seit 1998 betreut er Praktikanten und Absolventen der Kunsthochschulen in Halle und Dresden. Damit beförderte er die Grundlage für das Entstehen zeitgenössischer Porzellankunst in Freital. Olaf Stoy leitete mehrere Workshops mit Künstlern der Region, aus Frankreich, Tschechien und den USA.

Künstlerisch verwirklichte er sich seit 2005 freischaffend als Porzellanplastiker sowie in den Bereichen Graphik und Literatur. Im Auftrag der Stadt Freital schuf er unter anderem Arbeiten zur Wilhelmine-Reichard-Ehrung, eine Porzellanmedaille, Schmuckanhänger und Gedenkkarten. Als Mitbegründer des Dresdner Porzellankunst e. V. leistet er seit 2001 mit seinem künstlerischen Schaffen eine bedeutende Arbeit für das Image der Stadt Freital. Olaf Stoy ist aus dem kulturellen Leben der Stadt Freital nicht mehr wegzudenken. Sein Wirken in der Porzellanmanufaktur und im Verein zieht viele Gäste aus dem In- und Ausland an. Er veranstaltete unter anderem das Künstlersymposium „Arkadien liegt in Potschappel“ in den Räumen der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden, veröffentlichte die Publikation „Medaillen und Plaketten aus Dresdner Porzellan“ und erarbeitete die Ausstellung „Dresdner Porzellan – Mythos, Repräsentation, Inspiration“.

Beispielhaft und exemplarisch seien hier seine künstlerischen Werke genannt, die er im Auftrag der Stadt Freital im Rahmen der Wilhelmine-Reichard-Ehrung schuf. Dazu  gehört eine Büste der Ballonfahrerin, ein Porzellanrelief für die Grabstätte auf dem Friedhof Freital-Döhlen und ein Bronzerelief am Reichard-Haus. Für die Besucher der Stadt entstanden eine Porzellanmedaille, Schmuckanhänger und Gedenkkarten.

Doch Stoys Material ist nicht allein das weiße Gold. Er malt und zeichnet auf Papier und seit gut 30 Jahren schreibt er eigene Lyrik und Prosa. 1997 erschien sein erstes Buch „Die Willigen und die Unwilligen“.

Aufgrund seines Engagements und seiner Leistungen erhielt Olaf Stoy am 2. Oktober 2012 den Kultur- und Kunstpreis der Stadt Freital in der Sächsischen Porzellanmanufaktur Dresden überreicht. Die Laudatio für diese Ehrung hielt der Kunsthistoriker Dr. Klaus-Peter Arnold, Mitglied des Dresdner Porzellankunst e. V.