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2011: Eberhard von der Erde

Freitals "Stadtzeichner"

Eberhard von der Erde wurde am 23. März 1945 als Eberhard Busch in Freital geboren. Hier verlebte er seine Jugendjahre bis 1961 eingeschlossen des Schulbesuches. Ab 1959 fand er Zuspruch und Unterstützung in seinem künstlerischen Vorhaben bei dem Maler- und Künstleranatom Gottfried Bammes und bei dem Freitaler Kunsthändler Gerhard Patzig. Von 1961 bis 1963 studierte er an der Arbeiter- und Bauernfakultät der Dresdner Kunsthochschule. Trotz Abbruch erfolgte 1965 die Aufnahme in den Verband Bildender Künstler der DDR. 1981/82 kam er in Stasischutzhaft wegen Sympathie für die polnische Gewerkschaft Solidarnosč. Er leitete mehrere Abendkurse für Malerei und Zeichnung u. a. im K.U.N.S.T.-Verein Freital.

Der Künstler entwickelte sein beeindruckendes Werk über fünf Jahrzehnte im ständigen Kontext zu seiner Geburtsstadt Freital, auch nach der Übersiedlung nach Dresden. Als „seelenverwandt" erwies sich der in Börnchen beheimatete Maler Curt Querner. Eberhard von der Erde ist es aus kunsthistorischer Sicht durchaus gelungen, der Dresdner Landschaftsmalerei eine eigene und selbständige Note hinzuzufügen. Seine bevorzugten Themen sind neben der Landschaft die Stadt, die Umgebung Dresdens und Freitals und die sächsisch-böhmischen Mittelgebirge. In seinem immer latent vorhandenen Nonkonformismus arbeitete er aber auch nach der Wende einen Zyklus zur gegenwärtigen Produktion in der BGH Edelstahl Freital GmbH oder begleitete eine Panzerdivision der Bundeswehr.

Zahlreiche Werke aller Schaffensperioden schenkte der Künstler dem Museum der Stadt Freital. Weitere Bilder sind unter anderem im Kupferstichkabinett Dresden und in der Galerie Neue Meister im Albertinum ausgestellt.

Mit der Vergabe des Kultur- und Kunstpreises soll sowohl die beachtliche künstlerische Arbeit als auch die persönliche Integrität des Künstlers geehrt werden, darüber hinaus aber auch das hochherzige Engagement für die Städtischen Sammlungen Freital sowie für das kulturell-künstlerische Leben der Stadt am Fuße des Windbergs. Die Dresdner Neusten Nachrichten schreiben damals: "Damit zollt die Stadt auch symbolisch Anerkennung für ein umfangreiches malerisches und zeichnerisches Werk, das, hochkultiviert, von einem Künstler stammt, der sich nie korrumpieren ließ. Als Porträtist seiner Heimatstadt, ihrer Menschen und Alltagskultur, hat sich von der Erde besondere Verdienste erworben."