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Migration und Integration in Freital

Migration ist ein großes Thema unserer Zeit, welches auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren wird. Bei den Bürgerinnen und Bürgern kommt dabei eine Vielzahl an Fragen auf und es lässt sich mitunter eine spürbare Unsicherheit in der Bevölkerung feststellen. Deshalb sind verlässliche Informationen wichtig.

Einen umfangreichen Frage-Antwort-Katalog zum Thema bietet beispielsweise das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als zuständige Behörde auf seiner Internetseite an. 

Nachfolgend zur Stabsstelle Asyl, welche im Dezember 2015 in der Stadt Freital eingeführt wurde, regte die Große Kreisstadt 2018 die Schaffung einer Stelle der Kommunalen Integrationskoordinatorin an, welche vom Kinder- und Jugendhilfeverbund Freital e.V. beantragt und an das Koordinationsbüro für Soziale Arbeit angebunden wurde. Diese dient als Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung, den Migranten und Einheimischen in der Stadt Freital, dem Landkreis als Unterster Staatlicher Behörde, Unternehmen, sozialen Trägern, Ehrenamtlichen und allen sonstigen in die Integrationsarbeit involvierten Akteuren der Stadt. In enger Zusammenarbeit mit der Integrationskoordinatorin kann die Stadtverwaltung so alle mit der Integration von Migranten in Verbindung stehenden Aktivitäten im Stadtgebiet begleiten und erhält von ihr Rückmeldungen, Informationen und Beratungen zum Thema Asyl und Migration.

In Freital sind verschiedene hauptamtliche und ehrenamtliche Strukturen in die Integrationsarbeit involviert, wie z. B. die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter, welche in enger Kooperation mit dem Landratsamt, Unternehmen und den Bildungsträgern Migranten bei der Arbeitssuche unterstützen.

Beratungsangebote für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Migranten stellt der Caritasverband für Dresden e. V. mit der Flüchtlingssozialberatung, dem Jugendmigrationsdienst und der Migrationsberatung für Erwachsene zur Verfügung.

Die Volkshochschule Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bietet u.a. auch in Freital ein umfassendes, aufeinander aufbauendes Deutschkursangebot an, das sich am gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen orientiert.

Zudem leisten die Schulen einen wichtigen Beitrag zur Integration von jungen Migranten. In DAZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) lernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Alltags- und Bildungssprache als Voraussetzung für die schulische Integration und den schrittweisen Übergang in die Regelklasse. In Freital gibt es das Angebot beispielsweise an der Glückauf-Grundschule Zauckerode,  der Waldblick-Oberschule Niederhäslich oder der Geschwister-Scholl-Oberschule Hainsberg.

Außerdem kümmern sich in Freital Vereine, Initiativen und Ehrenamtliche um Migranten und ihre Bedürfnisse - von der Alltagshilfe über Freizeit-, Begegnungs- und Bildungsangebote bis hin zur Bewältigung von Behördengängen. 

Ein interkultureller Treff speziell für Frauen bietet Raum für Gespräche, Deutschunterricht und das Fertigen von Handarbeiten.

Es finden Begegnungen im Rahmen kleiner Feste oder Angebote für Kinder statt. Vereine wie „Das Zusammenleben e. V.“ oder der „Regenbogen“ Familienzentrum e. V. bieten solchen ehrenamtlichen Initiativen einen Rahmen.

Des Weiteren gibt es ehrenamtlich geführte wöchentliche Sportangebote und zahlreiche Turniere in der Stadt, an welchen regelmäßig auch Migranten teilnehmen.

Aber auch die Selbstorganisationsbestrebungen von Migranten gewinnen zunehmend an Bedeutung. So hat sich zum Beispiel mit „Refugees and Friends“ eine Initiative gegründet, welche zum einen selbst unterstützend für Migranten tätig wird, Bildungsarbeit leistet, sich aber auch konstruktiv in Entwicklungsprozesse der Stadt einbringt.