Sprungziele
Grafik f taube
Inhalt
Datum: 23.11.2022

Trauer um Kultur- und Kunstpreisträger Peter Fritzsche

Die Stadt Freital trauert um ihren Kultur- und Kunstpreisträger Peter Fritzsche. Er ist am 7. November 2022 im Alter von 84 Jahren gestorben.

Peter Fritzsche wurde am 30. Mai 1938 in Freital geboren. Nach der Lehre als Steinbildhauer von 1955 bis 1958 studierte Peter Fritzsche an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ab 1964 war Peter Fritzsche freiberuflich und seit 1972 mit eigenem Atelier in Freital künstlerisch tätig. Viele seiner Arbeiten stehen im öffentlichen Raum und finden sich in öffentlichen Sammlungen, wie der Nationalgalerie in Berlin, Staatliches Museum Schwerin, Museum Junge Kunst in Frankfurt/Oder, Städtische Galerie Dresden und dem Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen" Magdeburg. Drei seiner öffentlichen Kunstwerke bereichern die Stadtbilder von Freital und Rabenau: der Brunnen „Badende“ vor der Sparkasse in Potschappel, der „Kopfwaschbrunnen“ Ecke Dresdner-/Turnerstraße gegenüber dem Gasthof „Zum Goldenen Löwen“ und der „Stuhlbauer-Brunnen“ auf dem Marktplatz in Rabenau.

Für sein Wirken verlieh ihm die Stadt Freital im Jahr 2001 den Kultur und Kunstpreis. In der Begründung von damals ist zu lesen: "Durch seine jahrelange beständige, plastisch-künstlerische Arbeit hat Peter Fritzsche das städtebauliche Gesicht der Stadt Freital belebend gestaltet und künstlerisch-ästhetisch bereichert. Der Freitaler Bildhauer war zum Beispiel mit Brunnengestaltungen auch für andere Städte wie Dippoldiswalde, Görlitz und Bautzen tätig und setzte damit Zeichen für seine Heimat.“

Thomas Morgenroth schrieb in der Sächsischen Zeitung: „Fritzsche widmete sich zudem seinen geliebten Tieren, der Ziegenbock am Freitaler Kindergarten Schreberstraße entstand, oder die Hasensäule, vor der Erich Honecker in der 10. Kunstausstellung lachend stehen blieb. ‚Das war der Freischuss für mich‘, erinnert sich Fritzsche. ‚Ich hatte nie mehr Schwierigkeiten mit Material. Die Welt ist so billig.‘ Dabei hatte Fritzsche mit ‚Hofkunst‘ nichts am Hut. Als er einen Kampfgruppenkommandeur für die 9. Kunstausstellung machen sollte, lehnte er ab.“ Er blieb sich als Künstler immer treu, und ließ sich ideologisch nie vereinnahmen - sondern dann eher die ganz großen Aufträge vorbeiziehen.

Mit seinem Tod verliert Freital eine bedeutende Persönlichkeit künstlerischen Schaffens. Die Stadt wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.