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07.08.2019

Rückbau der Lederfabrik beginnt

An der ehemaligen Lederfabrik haben die Vorbereitungen für den Abriss des Gebäudes begonnen.  Derzeit erfolgt seitens der beauftragten Lengenfelder Recycling und Abbruch GmbH die Einrichtung der Baustelle. Die eigentlichen Abbrucharbeiten sollen voraussichtlich ab dem 12. August 2019 beginnen. Ab Januar 2020 ist die Sanierung der Außenflächen geplant. Für diese wird derzeit die öffentliche Ausschreibung vorbereitet.

Aus Sicherheitsgründen ist während des Abrisses zeitweilen ab voraussichtlich Mitte September 2019 eine halbseitige Sperrung der Poisentalstraße mit Ampelregelung nötig. Weitere Verkehrseinschränkungen können sich operativ ergeben. Die Baustellenandienung erfolgt über die Hinterstraße, so dass in dem Bereich als auch auf der Körnerstraße mit erhöhtem Baustellenverkehr zu rechnen ist. Die Baufirma ist angehalten, Belastungen durch Staub und Dreck mit geeigneten Maßnahmen auf ein Minimum zu begrenzen. Anwohner erhalten in den nächsten Tagen zum Vorhaben auch noch eine Information, in der weitere Fakten und auch Ansprechpartner zu finden sind.

Für den Abriss stehen Fördermittel aus  dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Außerdem werden Mittel in die Sanierung und sich anschließende Begrünung des 8.000 Quadratmeter großen Areals sowie die Erschließung über die Hinterstraße fließen. Im Rahmen der Nachnutzung der Fläche sollen der Mühlgraben offengelegt und der ‚Mühlenpark‘ mit Sitzstufen und Gehölzpflanzungen uferbegleitend gestaltet werden. Die Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei etwas mehr als 5,5 Millionen Euro, davon Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 4,2 Millionen Euro.

Mit einem möglichen Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort könnte das Areal darüber hinaus in Zukunft eine nachhaltige Nutzung erfahren, an dem verschiedenste Ämter von Stadt, Kreis und Land unter einem Dach gebündelt werden.

Hintergrundinformationen Lederfabrik
Der Stadtrat von Freital hatte im Jahr 2013 den Ankauf der ruinösen ehemaligen Lederfabrik an der Poisentalstraße beschlossen. Studien hatten jedoch erhebliche bautechnische Schäden und Mängel an dem Gebäude sowie eine Kontaminierung der Bausubstanz ergeben. Für eine Bestandssicherung, Altlastenbeseitigung und niedrigschwellige Sanierung zur gewerblichen Nutzung ging die Stadtverwaltung von einem finanziellen Aufwand über mindestens rund 8,7 Millionen Euro aus. Die Stadt selbst hätte davon aus Eigenmitteln mindestens 3,8 Millionen Euro bereitstellen müssen. Darüber hinaus wären Betriebskosten und Anfangsverluste in Höhe von weiteren rund 1,1 Millionen Euro an städtischen Eigenmitteln für die Anlaufzeit von maximal zehn Jahren aufgelaufen. Dieses Geld hätte dann bei wichtigen Investitionen in den Kita- und Schulhausbau sowie in Infrastrukturmaßnahmen gefehlt. Eine wirtschaftliche Sanierung der Lederfabrik war demzufolge nicht darstellbar. Die mehrheitliche Entscheidung des Stadtrates für einen Abriss fiel am 18. Mai 2017. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für den Abbruch der ehemaligen Lederfabrik wurde schließlich von der Landesdirektion Sachsen im August 2018 erteilt. Seitdem liefen die Vorbereitungen für den Rückbau.