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11.06.2019

Kanalsanierung in Freital

Arbeiten finden 2019 u.a. im Bereich Niederhäslicher Straße, Oststraße, Schweinsdorfer Straße, Zur Lessingschule, Marktstraße sowie Am Burgwartsberg statt.

Um zeit- und kostenaufwendige Aufgrabungen zu vermeiden, kommt zur Beseitigung der Schäden das so genannte Schlauchliningverfahren - auch Inliner genannt - zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird ein mit Kunstharz getränkter Trägerschlauch aus Nadelfilz- oder Glasfasermaterial in den schadhaften Kanal mit Wasser oder Druckluft eingestülpt oder auch mit einer Winde eingezogen. Nach Fixierung im Kanal wird der Inliner durch Wärme, Dampf oder UV-Licht ausgehärtet. So entsteht ein neuer, tragfähiger Kanal. Damit ist der vormals alte und schadhafte Kanal wieder für mindestens 50 Jahre funktionstüchtig und dicht.

Eine Schlauch-Lining-Maßnahme bedarf einiger Vor- und Nacharbeiten. So muss der Kanal vorab mehrmals gereinigt und mit einer TV-Kamera untersucht werden. Alle in den Kanal einragenden Hindernisse wie Wurzeln und Stutzen sind zu entfernen. Nach dem Einbau der Inliner werden alle Zuläufe, welche auf den sanierten Kanal münden, mit einem so genannten Hutprofil angebunden. Zur Abnahme wird der sanierte Kanal nochmals gereinigt und wiederum mit einer TV-Kamera auf etwaige Mängel untersucht.  Alle zum Kanal gehörenden Schächte werden ebenfalls saniert. Undichtigkeiten werden beseitigt, Steigeisen erneuert und sonstige Schäden wie Risse behoben.

Durch die umfangreichen Vor- und Nacharbeiten sowie die unterschiedlichen beteiligten Spezialfirmen müssen die Sanierungstrupps bis zu zehn Mal an die einzelnen Schächte heran. Ebenso ist es aus technologischen Gründen erforderlich, zwischen den einzelnen Arbeitsschritten einige Wochen zu warten. Aus den vorgenannten Gründen ist es meist für Außenstehende verwunderlich, warum scheinbar nur sporadisch gearbeitet wird oder die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden.

Die Arbeiten finden seit Ende Mai 2019 im Bereich Niederhäslicher Straße, Oststraße, Schweinsdorfer Straße, Zur Lessingschule, Marktstraße sowie Am Burgwartsberg statt. Die direkt betroffenen Anwohner werden rechtzeitig vor Baubeginn durch das Sanierungsunternehmen über Postwurfsendungen informiert. Der eigentliche Inlinereinbau ist für Mitte Juli 2019 vorgesehen.

Der Abwasserbetrieb bittet um Verständnis für die den Anwohnern entstehenden Beeinträchtigungen, welche vor allem aus umfangreichen Parkverbotsausschilderungen bestehen werden. Diese Parkverbote werden jedoch immer nur jeweils für die Dauer jeder Einzelmaßnahme und nicht über den gesamten Bauzeitraum aktiviert werden.