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12.02.2018

Ausbau von Rabenauer Straße, Pesterwitzer Straße, Schachtstraße sowie Zechelsweg beschlossen

Die Stadt Freital kann vier Straßenbauvorhaben im Gesamtumfang von rund 5,2 Millionen Euro auf den Weg bringen. Der Stadtrat hat am 8. Februar 2018 einstimmig die Bauvorhaben Rabenauer Straße, Pesterwitzer Straße, Schachtstraße und Zechelsweg gebilligt. Die Große Kreisstadt Freital wird nun die entsprechenden Anträge auf Fördermittel beim Freistaat Sachsen stellen, um möglichst im 3. Quartal mit den Arbeiten beginnen zu können. „Das sind ehrgeizige Projekte, die jedoch zeigen, dass wir weiterhin nachhaltig und konzentriert in unsere Infrastruktur investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Straßen werden nicht nur in einen guten Zustand versetzt, sondern auch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessert“, so Oberbürgermeister Uwe Rumberg.

Die Rabenauer Straße (S 193) soll auf 790 Metern Länge zwischen Hainsberger Straße und Ortsausgang Richtung Rabenau mit einem Querschnitt von 7,50 Meter Fahrbahnbreite ausgebaut werden. In den Kurven wird die Straße aufgeweitet. Die Realisierung ist in mehreren Abschnitten zwischen 2018 und 2020 geplant. Im Zuge des Vorhabens entsteht auf der Fahrbahn bergab ein 1,50 Meter breiter Schutzstreifen für Radfahrer. Beidseitig werden die Fußwege erneuert, wobei der Fußweg bergauf eine Mindestbreite von drei Meter erhält, um Radfahrer auf einem gemeinsamen Geh-/Radweg aufzunehmen. Rund 300 Meter nach der Hainsberger Straße ist eine Mittelinsel konzipiert, die auf der langen geraden Strecke die Geschwindigkeit dämpfen und die Querung für Fußgänger erleichtern soll.
In Höhe der Tulpenstraße wird eine Bedarfs-Fußgängerampel errichtet, die mit der Ampelschaltung Hainsberger Straße koordiniert ist. In Höhe des Kindergartens ist zudem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vorgesehen. Die Bushaltestellen werden behindertengerecht ausgebaut. Auf 220 Metern Länge wird ein neuer Straßenentwässerungskanal errichtet sowie auf der gesamten Baustrecke die öffentliche Beleuchtung erneuert.
Der Gesamtinvestitionsbedarf beträgt rund 2,4 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln über rund 1,4 Millionen Euro.

Die Schachtstraße wird auf 245 Metern zwischen Dresdner Straße und Baumarkt mit einem Querschnitt von 6,50 Metern Fahrbahnbreite ausgebaut. Die Realisierung der Baumaßnahme ist für das Jahr 2018 vorgesehen. Beidseitig werden die vorhandenen Fußwege und Einfahrten erneuert, wobei der stadtauswärtige linke Fußweg auf gleicher Trasse verbleibt, der rechte Fahrbahnrand rund 1,50 Meter in Richtung Straße verschoben und in diesem verbreiterten Bereich ein 2 Meter breiter Parkstreifen eingerichtet wird. Das Auswechseln bzw. Tieferlegen von zahlreichen Kabeln kann so vermieden werden.
Im Zuge der Maßnahme ist bis Mitte 2019 auch die Fertigstellung der Erschließungsstraße zum F1 Technologiezentrum entlang des Bahndammes geplant. Diese hat eine Ausbaulänge von 235 Meter und einen Querschnitt von 5,50 Meter Breite. Die Straße erhält eine Entwässerung und eine Beleuchtung. Mit dem Ausbau wird die Anbindung des örtlichen Gewerbes und des F1 Technologiezentrums verbessert sowie eine Achse zum F2 Technologiepark geschaffen.
Der Gesamtinvestitionsbedarf für das Vorhaben beträgt rund 1.25 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln über rund 960.000 Euro.

Die Pesterwitzer Straße wird zwischen Hausnummer 3 und Zöllmener Straße auf rund 550 Metern Länge und mit einem Straßenquerschnitt zwischen fünf und sechs Metern ausgebaut. Die Realisierung ist in Abschnitten für 2018/19 vorgesehen. Beidseitig werden die Fußwege erneuert bzw. angelegt. Es entstehen straßenbegleitende Parkplätze. Die Bushaltestellen werden mit einem Bus-Sonderbord versehen. Zur sicheren Überquerung für Fußgänger und Abbremsung des Verkehrs wird in Höhe Alfred-Damm-Heim eine Querungsmöglichkeit durch einen vorgezogenen Seitenraum des Fußweges in die Straße geschaffen. Am Ende des Verbindungsweges von der Zöllmener Straße zur Pesterwitzer Straße wird in Verbindung mit der Bushaltestelle eine weitere solche Querungsmöglichkeit entstehen. Im Zuge der Arbeiten ist es geplant, die öffentliche Beleuchtung zu erneuern. Versorgungsunternehmen beteiligen sich mit der Verlegung von Rohren zur Breitbandversorgung sowie von Stromkabeln.  Der Gesamtinvestitionsbedarf beträgt etwa 1,1 Millionen Euro, davon sind rund 650.000 Euro Fördermittel in Erwartung.

Beim Zechelsweg handelt es sich um eine Anliegerstraße. Diese ist in sehr schlechtem Zustand. Geplant ist es, die Straße bis zum 2. Quartal 2019 auf 310 Metern zwischen den Hausnummern 11 bis 46 wie im Bestand auf 3 Metern Breite ohne Gehwege auszubauen. Die Fahrbahn wird mit Granitkleinpflaster erneuert. Grund sind die erhebliche Längsneigung und die hohe Anzahl von Einbauteilen, die einen qualitätsgerechten Einbau von Asphalt in der einspurigen Fahrbahn nicht gestatten. Eine Ausnahme bildet die Wendefläche, die wie im Bestand eine neue Asphaltdecke erhält. Am Bauvorhaben beteiligen sich der Abwasserbetrieb mit einer partiellen Auswechslung des Mischwasserkanals und der Erneuerung von Hausanschlüssen einschließlich Kontrollschächten sowie die FREITALER STROM+GAS GmbH  mit der Umverlegung von Gasleitungen, Kabeln und der Verlegung von Leerrohren. Der Gesamtinvestitionsbedarf beträgt etwa 445.000 Euro, davon erwartet rund 280.000 Euro Fördermittel.

Über die genauen Bauzeiträume, Verkehrseinschränkungen und Sperrungen sowie Umleitungen oder Hinweise für Anwohner in Verbindung mit den aufgeführten  Baumaßnahmen informiert die Stadtverwaltung rechtzeitig vor dem Beginn der Arbeiten. Diese sind abhängig von der Zusage der Fördermittel und den Ergebnissen der öffentlichen Ausschreibungen.