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06.05.2019

Aktuelle Situation bei Kinderbetreuungsplätzen

Die Stadtverwaltung hat zum Jahresanfang ein neues onlinebasiertes Vergabesystem für alle Kindertagesstätten in Freital eingeführt, über das die Bereitstellung und Verwaltung von Kinderbetreuungsplätzen erfolgen soll.

In den vergangenen Wochen haben Eltern jedoch verschiedentlich Unmut bei der Verwaltung angezeigt, insbesondere, was die Bereitstellung eines Betreuungsplatzes anbelangt. Ausgehend davon erfolgte eine intensive interne Prüfung und Abstimmung mit Einrichtungsleitern, Trägern und Tagespflegepersonen zur Analyse des Problems. Im Ergebnis ist festzustellen, dass derzeit eine Vergabe der Kitaplätze nicht in zufriedenstellendem Maß beziehungsweise zufriedenstellender Geschwindigkeit gewährleitstet werden kann.

Die Ursachen dafür sind einerseits im überdurchschnittlicher Zuzug zu finden – immerhin innerhalb eines Kalenderjahres 60 Kinder unter sechs Jahren statt sonst 20 bis 30 – was so nicht Grundlage der Bedarfsplanung von Stadt und Landkreis war. Andererseits ist in Freital allgemein eine überdurchschnittliche und in den vergangenen Jahren stets angestiegene Anmeldequote zu verzeichnen.

Im Krippenbereich sind das rund 92 Prozent, im Kindergartenbereich fast 98 Prozent – das heißt, fast jedes Kind in Freital nimmt einen Kitaplatz in Anspruch. Hinzu kommt, dass mit der Einführung des onlinebasiertes Vergabesystem seit Januar die Plätze nicht mehr zentral über die Verwaltung und in Absprache mit den Trägern vergeben werden, sondern dezentral über die einzelnen Einrichtungen. Dieser Prozess funktionierte leider nicht optimal – vor allem, da stellenweise sehr starre Systemkriterien besonders im Hinblick auf Antragsdatum und Wunschkitas galten, ein individuelles Lenken nicht mehr möglich war und nur schwer ein Überblick über die Gesamtsituation abgebildet werden konnte.

Die Stadtverwaltung hat umgehend ein ganzes Maßnahmenpaket eingeleitet, um Betreuungsplätze abzusichern. Dazu gehören unter anderem Kapazitätserweiterungen beziehungsweise das geplante Ausschöpfen freier Plätze, verstärkte Aktivitäten zur Personalgewinnung, Gespräche mit den zuständigen Behörden, Erweiterungspläne für Plätze in der Tagespflege, die Anpassung der Vergabeprozedur, Abstimmungen mit Eltern für eventuelle Übergangsbetreuung, wo möglich das Freilenken von Krippenplätzen in den Kindergarten und Anfragen für Plätze in Nachbarkommunen. Als wesentliches Mittel wird die Stadtverwaltung, in Abstimmung mit allen Trägern, auch die Steuerung der Platzvergabe im Hintergrund wieder temporär an sich nehmen. Das onlinebasierte Vergabesystem bleibt als Anmeldeportal für die Eltern jedoch weiter am Start. Mittelfristig soll die Vergabe wieder über das System dezentral erfolgen.

Dazu muss jedoch sichergestellt sein, dass sich die Lage entspannt hat und der Vergabeprozess so angepasst worden ist, dass gleichartige Probleme zukünftig verhindert werden können. Zudem hat die Stadt im Haushalt bereits den Bau einer neuer Kita geplant und es sind Erweiterungs-/Ersatzneubauten vorgesehen. Damit stehen dann höhere Kapazitäten bereit.

Bis dahin versucht die Stadtverwaltung alles, um die Betreuungswünsche der Eltern für ihre Kinder zu erfüllen. Fakt ist jedoch, dass zur Erfüllung des Rechtsanspruchs nicht immer der Platz in der Wunschkita möglich sein wird. Eltern, die derzeit einen Antrag gestellt haben beziehungsweise noch stellen, werden von der Stadtverwaltung über Platzangebote und im Zusammenhang stehende Ablehnungen zu gegebener Zeit informiert.

Bei Problemen können sich Eltern im konkreten Fall an das Amt für Soziales, Schulen und Jugend unter Tel. 0351 6476524 wenden. Die Mitarbeiter versuchen, individuelle Lösungen zu finden. Es wird jedoch darum gebeten, von allgemeinen Anfragen nach dem Stand der Platzvergabe und der Vergabepraxis Abstand zu nehmen.