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Datum: 02.08.2022

Freitaler Feuerwehr unterstützt Löscharbeiten der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Freital unterstützt den Landkreis bei der Bekämpfung der Waldbrände in der Sächsischen Schweiz. Das betrifft die Übernahme von logistischen Aufgaben. Bereits vergangene Woche und auch dieser Tage sind zudem Kameraden und Technik aus Freital direkt mit im Einsatz. Das erst im Mai 2022 in Dienst gestellte Tanklöschfahrzeug TLF 4000 ist unterwegs. Der Mercedes Unimog mit Aufbau der Firma Ziegler besitzt unter anderem eine auf die Waldbrandbekämpfung ausgerichtete Ausstattung. Das alte Tanklöschfahrzeug 16/45 wurde wieder in Dienst gestellt und befindet sich ebenfalls im Brandgebiet.

Bei den Waldbränden fand laut Mitteilung des Landratsamtes vom Gebiet des Prebischtores auf tschechischer Seite das Feuer seinen Weg mit starker Brandausbreitungsgeschwindigkeit auch auf die deutsche Seite in das Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz. Für die Gemeinden Sebnitz und Bad Schandau hat das Landratsamt Katastrophenalarm ausgelöst. Ein Krisenstab wurde eingerichtet. Die besondere Topografie erschwert die Löscharbeiten des sich über mehr als 100 Hektar erstreckenden Feuers. Die Lage ist weiterhin angespannt, jedoch nicht außer Kontrolle. Zurzeit sind täglich bis zu 500 Kameradinnen und Kameraden von Feuerwehren, auch aus Nachbarlandkreisen, im Einsatz und kämpfen unermüdlich gegen die Flammen und Glutnester.

Auch die Landespolizei, Wasserschutzpolizei und Bereitschaftspolizei sind mit einigen Kräften im Einsatz und unterstützen die Löscharbeiten zusätzlich mit Hubschraubern und Wasserwerfern, ebenso die Bundeswehr. Deutsche und tschechische Einsatzkräfte stehen seit Beginn der Brandkatastrophe in engem Austausch und bewältigen gemeinsam diese herausfordernde Situation.

Wohngebäude sind derzeit nicht gefährdet, Evakuierungen sind ebenfalls bislang nicht erforderlich. 

Das Landratsamt hat für Fragen zum Thema Waldbrand ein Bürgertelefon unter Tel. 03501 5155522 eingerichtet. 

Hilfsangebote

Seit Beginn des Waldbrandes in der Hinteren Sächsischen Schweiz verzeichnet der Krisenstab des Landratsamtes eine überwältigende Spendenbereitschaft. Einwohner des Landkreises, Touristen aber auch Unternehmen und Firmen möchten helfen die Situation mit Sach- und Geldspenden zu bewältigen.

  • Sachspenden in Form von Getränken, Lebensmitteln für die Versorgung der Einsatzkräfte richten Sie bitte an die Stadtverwaltung Bad Schandau. E-Mail: brandschutz@stadt-badschandau.de, Telefon: 035022 501121
  • Geldspenden für die Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren sind unter folgender Bankverbindung möglich: Kontoinhaber: Stadtverwaltung Bad Schandau, IBAN: DE30 8505 0300 3000 0300 17, Kreditinstitut: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Betreff: Waldbrand Winterberg. Mit einer Spende kann jeder einen wichtigen Beitrag leisten die Einsatzkräfte zu unterstützen.
  • Geldspenden für Maßnahmen der Landschaftspflege und des Naturschutzes sind unter folgender Bankverbindung möglich:Kontoinhaber: Verein der Freunde des Nationalparks Sächsische Schweiz, IBAN: DE77 8505 0300 3100 0611 00, Kreditinstitut:            Ostsächsische Sparkasse Dresden, Betreff: Waldbrand Winterberg. Das Ausstellen einer Spendenquittung ist auf Wunsch möglich.

Betretungsverbot für Wälder 

Seit 26. Juli 2022 gilt für den gesamten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein ganztägiges Betretungsverbot aller Wälder. Öffentlich gewidmete Wege sind weiterhin uneingeschränkt nutzbar und von der Allgemeinverfügung nicht betroffen. Die Verfügung wird täglich auf ihre Notwendigkeit und Aktualität überprüft. Sie ist im vollen Wortlaut unter www.landratsamt-pirna.de/bekanntmachungen.html veröffentlicht.

Touristen werden dringend aufgefordert den Bereich Hintere Sächsische Schweiz zu meiden. Es besteht Gefahr für Leib und Leben!

Die Verwaltung prüft regelmäßig, ob die derzeit bestehende Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot im Landkreis abgeändert oder aufgehoben werden kann. In diese Prüfung wird die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe sowie die Niederschlagsmengen der letzten Tage einbezogen. Diese Betrachtung findet für die einzelnen Regionen innerhalb des Landkreises gesondert statt. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein Großteil der Feuerwehrkräfte des gesamten Landkreises inklusive der vorhandenen Löschtechnik bei der laufenden Waldbrandbekämpfung im Nationalpark gebunden sind. Diese würden für ein potenzielles weiteres Waldbrandereignis nicht zur Verfügung stehen. Auch gilt laut dem Deutschen Wetterdienst für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aktuell die Waldbrandgefahrenstufe 4. Die Untere Forstbehörde des Landratsamtes in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung sowie der Forstbezirke Bärenfels und Neustadt kommen aufgrund dieser Daten zu der Einschätzung, dass die Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot in der bestehenden Form aufrechterhalten bleiben muss. Eine Änderung der Allgemeinverfügung ist erst dann möglich, wenn sich das Brandgeschehen spürbar verringert hat und eine Änderung der Wetterlage real eintritt.

Allgemeinverfügung Waldbetretungsverbot

Die Verwaltung prüft regelmäßig, ob die derzeit bestehende Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot im Landkreis abgeändert oder aufgehoben werden kann.

In diese Prüfung wird die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe sowie die Niederschlagsmengen der letzten Tage einbezogen. Diese Betrachtung findet für die einzelnen Regionen innerhalb des Landkreises gesondert statt.

Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass ein Großteil der Feuerwehrkräfte des gesamten Landkreises inklusive der vorhandenen Löschtechnik bei der laufenden Waldbrandbekämpfung im Nationalpark gebunden sind. Diese würden für ein potenzielles weiteres Waldbrandereignis nicht zur Verfügung stehen. Auch gilt laut dem Deutschen Wetterdienst für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge von heute bis einschließlich Freitag die Waldbrandgefahrenstufe 4.

Die Untere Forstbehörde des Landratsamtes in Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung sowie der Forstbezirke Bärenfels und Neustadt kommen aufgrund dieser Daten zu der Einschätzung, dass die Allgemeinverfügung zum Waldbetretungsverbot in der bestehenden Form aufrechterhalten bleiben muss. Eine Änderung der Allgemeinverfügung ist erst dann möglich, wenn sich das Brandgeschehen spürbar verringert hat und eine Änderung der Wetterlage real eintritt.


Verbot von Feuerwerken

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als Kreispolizeibehörde hat gemäß § 32 Sprengstoffgesetz i. V. m. der 1. Sprengstoffverordnung eine Allgemeinverfügung erlassen. Für das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist ab dem 28. Juli 2022 bis auf weiteres das Abbrennen aller Feuerwerke der Kategorien 2, 3 und 4 verboten. Die Allgemeinverfügung gilt bis zu ihrem Widerruf.

Das Abbrennen von Feuerwerken kann zu einem unkontrollierten Funkenflug führen. Deshalb erscheint es geboten, zur Verringerung der Waldbrandgefahr und damit zum Schutz von Leib und Leben der Bevölkerung und zum Schutz hochwertiger Sachgüter sowie zur Vermeidung weiterer Katatropheneinsätze alle Feuerwerke zu verbieten. Der vollständige Wortlaut der Allgemeinverfügung ist unter www.landratsamt-pirna.de/bekanntmachungen.html zu finden.

Vorsicht bei Atemwegserkrankungen

Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, wie chronischer Bronchitis oder Asthma, sollten sich in den nächsten Tagen auf  eine erhöhte Belastung der Atemwege durch witterungs- und brandbedingte Rauchbelastung einstellen. Körperliche Anstrengungen im Freien sollten weitestgehend vermieden werden. „Für eine eventuelle Verschlechterung des Gesundheitszustandes sollten ausreichend Notfallmedikamente vorgehalten werden“, rät Dr. Ina Bialk, Fachärztin für Allgemeinmedizin.

„Wir bitten die Menschen, die sich in den Regionen des Landkreises aufhalten, wo durch den Waldbrand in der Hinteren Sächsischen Schweiz eine Belastung durch eine enorme Rauchentwicklung vorherrscht, auf sich und ihre Angehörigen gut achtzugeben. Passen Sie auf Ihre Gesundheit auf und wenden Sie sich bei Fragen oder Problemen rechtzeitig an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt des Landkreises“, appelliert auch Landrat Michael Geisler an Betroffene.