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Datum: 26.10.2020

Bürgerbeteiligung: Städtebauliches Entwicklungskonzept »Freital - Urbanität am Fluss«

Die Stadt Freital beabsichtigt die Beantragung eines neuen Fördergebietes mit dem Namen „Freital – Urbanität am Fluss“. Dieses liegt im nördlichen Teil der Innenstadt und umfasst im Wesentlichen den Stadtteil Potschappel sowie Bereiche von Birkigt, Burgk, Deuben und Döhlen. In dem 107 Hektar großen Gebiet leben 3.440 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 31.12.2019). Bedeutende Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten des Gebietes sind Schloss Burgk, das Einnehmerhaus, das Kulturhaus, Oskarshausen und die Porzellanmanufaktur. Zudem befinden sich hier wichtige Wirtschafts- und Infrastruktureinrichtungen wie der Verwaltungsstandort Potschappel, die Stadtwerke Freital, die Außenstelle des Landratsamtes, die Sparkasse sowie die Rettungs- und Feuerwache. Das Gebiet ist durch die Verkehrsflüsse über die Dresdner Straße und die Eisenbahntrasse, aber auch durch die Weißeritz gekennzeichnet. Erlebbare Beziehungen fehlen hier allerdings weitestgehend.

Große Teile des Gebietes wurden seit den 1990er Jahren bereits mit Mitteln der Städtebauförderung erneuert. Dadurch konnten gleichzeitig private Maßnahmen umgesetzt werden, so dass der Großteil der Gebäude mittlerweile saniert ist. Im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2030plus wurde dennoch festgestellt, dass einzelne Bereiche nach wie vor Defizite aufweisen. Dies legt eine weiterführende Steuerung der Entwicklung nahe.

Der zentrale Bereich der Dresdner Straße unterliegt aufgrund des Strukturwandels im Einzelhandel einer deutlichen Veränderung. Ladenlokale stehen leer oder werden unter Wert genutzt. Die für Freital typische kleinräumige Nutzungs- und Angebotsvielfalt ist zurückgegangen. Dadurch haben die Attraktivität und Vitalität der Stadtteilmitte stark nachgelassen. Außerdem gibt es Gestaltungsmängel beim Platz der Jugend, vereinzelten Sanierungsbedarf der Bausubstanz, eine Konzentration zentraler Brachflächen und Baulücken, soziale Probleme und fehlende Einrichtungen zur Freizeitgestaltung. Hinzu kommt eine erhebliche Lärmbelastung durch den Schienen- und Straßenverkehr. Die Dresdner Straße ist durch den Transitverkehr nach Dresden zu stark ausgelastet. Auch der Ortseingang aus Richtung Dresden und der Bereich des sogenannten „Kulturbandes“ sind unter dem Blickwinkel „Tag der Sachsen“ umzugestalten. Durch die ungenügende Verknüpfung öffentlicher Einrichtungen, Handel, Wohnen und Freizeit kann im Gebiet bisher keine städtische Identität entstehen.

Um der dargestellten Problematik zu begegnen, soll das neue Fördergebiet in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen werden. Die Beantragung erfolgt voraussichtlich Anfang 2021. Der Förderzeitraum soll bis circa zum Jahr 2033 laufen. Ein Schwerpunkt liegt besonders für die Sicherung der Daseinsvorsorge auf der Förderung der Entwicklung des Zentrums. Weitere Ziele sind die Begrünung des Gebietes und die damit einhergehende Verbesserung des Stadtklimas sowie die Themen Digitalisierung und Beteiligung. Für die Antragstellung zur Aufnahme dieses Gebiets als Fördergebiet wird ein Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) mit genauer Untersuchung der Mängel und Missstände sowie einer detaillierten Planung mit konkreten Maßnahmen und Kosten erarbeitet. Hierzu hat die Stadt Freital einen Fragebogen erstellt, mit dem Sie uns Ihre Anregungen und Wünsche für das Fördergebiet mitteilen können. Diese werden anschließend vom Stadtplanungsamt geprüft und fließen in das Konzept ein. Die Teilnahme erfolgt selbstverständlich anonym.

Die genaue Abgrenzung des zukünftigen Fördergebietes und einen Steckbrief mit weiteren Informationen sowie einer Übersicht der geplanten Maßnahmen finden Sie zum Download auf dieser Seite.

Der Fragebogen der Umfrage ist im Beteiligungsportal veröffentlicht. Die Beteiligung ist vom 27. Oktober 2020 bis zum 10. November 2020 möglich. 

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung. Ihre Rückmeldungen werden vom Stadtplanungsamt geprüft und fließen anschließend in das Konzept ein.