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Datum: 16.04.2026

Sonderausstellung auf Schloss Burgk: Gudrun Trendafilov - Stille Post

Vom 19. April bis zum 28. Juni 2026 präsentieren die Städtischen Sammlungen Freital in einer Sonderausstellung Gemälde und Zeichnungen von Gudrun Trendafilov.

Die 1958 im erzgebirgischen Bernsbach geborene Künstlerin kam mit 18 Jahren nach Dresden, um an der Kunsthochschule zu studieren und wurde sofort immatrikuliert. Bei Professor Gerhard Kettner studierte sie Malerei und Grafik. Seit 1981 wirkt sie freiberuflich in Dresden. 1989 war Gudrun Trendafilov Gründungsmitglied der „Dresdner Sezession 1989“, der sie bis 2008 angehörte. Nachdem sie zeitweilig ihren Lebensmittelpunkt nach Nürnberg verlegt hatte, immer aber in Dresden ein Atelier unterhielt, kam sie 2014 wieder hierher zurück.

Gudrun Trendafilovs Motive sind Menschen, meist Frauen. In leuchtenden Farben treten sie dem Betrachter entgegen – als Einzelwesen, als Paar, innig oder in Dissonanz, in der Gruppe, manchmal mit Tieren – Katzen, Vögeln, Schnecken, Schlangen, Fischen – oft mit Früchten: Äpfeln und Kirschen. Langes Haar verbindet, fesselt, verschleiert, bildet Mäntel und Höhlen. Die Dargestellten sind rebellisch, ekstatisch oder introvertiert in sich zurückgezogen, doch stets etwas geheimnisvoll, ihr Innerstes nie wirklich preisgebend. Sie sind dominante, sinnliche, surreale Wesen, nicht von dieser Welt und trotzdem von heute.

„Sie faszinieren und irritieren in ihrer bizarren, immer wieder gebrochenen Schönheit, sind in surrealer Verfremdung auf stolze Selbstbehauptung bedacht…“  (Harald Marx, ehemaliger Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden). Gudrun Trendafilovs „Bilder prägen sich ein. Sie leben außerhalb von Zeit und Raum“ (Harald Marx), die Gemälde und Zeichnungen sind Werke voll Symbolik.

Die Ausstellung „Stille Post“ lädt ein, den phantasievollen Geschichten nachzuspüren. Gezeigt werden vertraute und weniger bekannte Gemälde und Zeichnungen aus allen Schaffensperioden der Künstlerin. „Stille Post“ präsentiert Werke aus Privatbesitz, aus dem Atelier der Künstlerin und der Städtischen Galerie Dresden und gibt einen Überblick über ihr unverwechselbares, wandlungsreiches Œuvre.

Begleitprogramm

  • 19. April 2026, 11:00 Uhr: Vernissage – Laudatio: Prof. Dr. Harald Marx, ehem. Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister; Musik: Beate Hofmann, Cello
  • 12. Mai 2026, 17:00 Uhr: Künstlerinnengespräch mit Künstlerin Gudrun Trendafilov in der Ausstellung und Museumsleiterin Kristin Gäbler, Kosten: 4 Euro
  • 17. Mai 2026, ganztägig: Internationaler Museumstag, freier Eintritt
  • 16. Juni 2026, 14:30 Uhr: Kulinarisches Kunstgespräch – „Sommer Kunst und Kuchen“, Kunstbetrachtung mit Kristin Gäbler mit anschließender Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen im Schlosscafé, Kosten: 12 Euro
  • 20. Juni 2026, 18:00 bis 24:00 Uhr: Teilnahme an der Dresdner Museumsnacht, 22:00 Uhr – Führung durch Kunstsammlung und Sonderausstellung mit Kristin Gäbler
  • 24. Juni 2026, 17:00 Uhr: Führung durch die Sonderausstellung mit Kristin Gäbler, Kosten 4 Euro

Informationen zu den Städtischen Sammlungen

Die Städtischen Sammlungen Freital gehören zu den größten nichtstaatlichen Museen des Freistaates Sachsen. Das einstige Rittergut Burgk - seit dem 14. Jahrhundert als Herrensitz bekannt - beherbergt heute einen Museumskomplex mit unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten.

Im Hauptgebäude wird der über 450-jährige Steinkohlenbergbau der Region in unterschiedlichen Facetten dokumentiert. Darin eingebettet finden sich maßgebliche Aussagen zur Stadt- und Regionalgeschichte. Eine nachgestaltete Untertagesituation im Nordflügel des Objektes dokumentiert den WISMUT-Bergbau der Jahre 1945 bis 1989. Ein zugehöriger Technikgarten lässt in Form einer Freiluftpräsentation den Bergbau der unmittelbaren Nachkriegszeit wieder aufleben. Das einzige Besucherbergwerk zur Dokumentation des frühindustriellen Steinkohlenbergbaus Sachsens befindet sich im Park des Komplexes.

Den zweiten bedeutenden Schwerpunkt setzen zwei hochkarätige Sammlungen zur sächsischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Städtische Kunstsammlung zeigt insbesondere Werke, die im Zeitraum von etwa 1890 bis 1950 entstanden sind. Glanzpunkte bilden neun Gemälde von Otto Dix. Auch der gesamte Umkreis des Künstlers ist mit Werken von Wilhelm Lachnit, Pol Cassel, Conrad Felixmüller, Otto Lange, Curt Querner, Ewald Schönberg und vielen anderen hervorragend vertreten. Die Lehrer der Dix-Generation werden durch bedeutende Werke von Carl Bantzer, Gotthardt Kuehl, Richard Müller, Sascha Schneider, Ludwig von Hofmann und Oskar Zwintscher vorgestellt. Daneben gelingt mit der Stiftung Friedrich Pappermann die Darstellung der Dresdner Kunstentwicklung von der Gründung der Königlichen Kunstakademie im Jahre 1764 bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Ein Schulhistorisches Kabinett, der romantische Park, das Schlosscafé, die Säle und der Erlebnisspielplatz „Burgkania“ runden das vielfältige Angebot ab.

2024 feierten die Städtischen Sammlungen Freital ihr 100-jähriges Bestehen.

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