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Datum: 13.11.2020

Postkartenverkauf zugunsten Denkmalhalle

Wer die Sanierung der ältesten Denkmäler der Stadt Freital unterstützen will, kann das jetzt über eine Postkarte tun. Diese hat der Verein „Das Zusammenleben“ e. V. herausgegeben. Sie kostet 1,50 Euro und ist unter anderem beim Verein oder im Bürgerbüro Stadt Freital, Am Bahnhof 8 erhältlich. Das Geld kommt zu 100 Prozent dem Projekt zugute.

Mit der Karte will der Verein anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Stadt Freital seinen Beitrag zur Denkmalsrestaurierung leisten. „Wir bitten nicht nur die Bewohner von Freital, sondern auch die russlanddeutsche Gemeinschaft in Deutschland, deutsche und russische Unternehmer und letztendlich alle russischen Staatbürger um die Unterstützung, denen das Schicksal dieses einzigartigen und ältesten historischen Denkmals in Freital nicht gleichgültig ist“, sagt die Vereinsvorsitzende Tatjana Jurk. Die alten Grabsteine, die im Hof der Kirche in Freital-Döhlen zu sehen sind, sind ein einzigartiges historisches Denkmal. Darunter sind auch die Vorfahren von Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst, die im Jahr 1762 die russische Zarin wurde und heute als Katharina die Große in der Weltgeschichte bekannt ist. Christoph und Anna-Maria von Zeutsch, die Ururgroßeltern, wurden in der Kirche um 1600 begraben. In der 1899 nach Plänen von Cornelius Gurlitt in russischem Holzbaustil errichteten Denkmalhalle befindet sich zum Beispiel auch ein Grabstein der 1356 verstorbenen Barbara Coquina (= von Küchenmeister). Es ist das älteste Denkmal der Stadt.

Die Denkmalhalle, die sich im Eigentum der Kirchgemeinde befindet, wurde 2012/13 mit Geldern der Stadt sowie von Bund und Land baulich saniert. Die dringend nötige fachkundige Restaurierung der 19 verwitterten Grabplatten an sich konnte jedoch lange Zeit nicht realisiert werden. Dem Engagement des ehrenamtlichen Denkmalpflegers Eberhard Kammer aus Freital-Pesterwitz ist es zu verdanken, dass diese Arbeiten gemeinsam mit der Kirchgemeinde Freital und besonders der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises doch noch in Gang gekommen sind. Es ist ein gelungener Beitrag zum 100. Stadtgeburtstag im kommenden Jahr. Während die Arbeiten heute bereits weitgehend abgeschlossen sind, gibt es für die Finanzierung des nötigen Eigenanteils noch eine Lücke.

Weitere Informationen: 100.freital.de/Projekte