Sprungziele
Grafik f taube
Inhalt
Datum: 12.06.2020

Konzept zur Stadtentwicklung bis 2030 liegt vor

Wo steht Freital und wie soll sich die Stadt in den kommenden zehn Jahren entwickeln? Antwort auf diese und weitere Fragen gibt das Integrierte Stadtentwicklungskonzept INSEK 2030, welches die Stadtverwaltung jetzt gemeinsam mit der STEG Stadtentwicklung GmbH nach über zwei Jahren Arbeit vorgelegt hat und vom Stadtrat bestätigt worden ist. Das über 500-Seiten umfassende Werk gibt eine detaillierte Bestandsaufnahme der Ist-Situation in Freital und leitet daraus in acht Fachkonzepten zu den Themen Städtebau, Wohnen, Wirtschaft & Arbeit, Mobilität, Klimaschutz & Umwelt, Kultur & Freizeit, Bildung & Sport und Soziales sowie in 23 Stadtraumprofile gegliedert mögliche Strategien, Potenziale und Schwerpunkte sowie kurz-, mittel- und langfristige Entwicklungsziele ab.

„Wir haben mit dem INSEK ein strategisch-politisches Instrument, dass das Selbstverständnis und die Identifikationspunkte der Freitaler aufnimmt und auf dessen Grundlage wir gemeinsam mit dem Stadtrat, den Ortschaftsräten, den Akteuren der Stadtgemeinschaft und nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürgern weiterdenken und die Stadt zukunftsfähig gestalten und fortentwickeln können. Dies alles unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, sei es demografisch, infrastrukturell, ökologisch, sozial  oder wirtschaftlich“, erklärt Josephine Schattanek, Leiterin des Stadtplanungsamtes.

Wichtiger Bestandteil bei der Erstellung war eine breite Beteiligung der Gremien, verschiedener Interessensgruppen und Branchen sowie der Öffentlichkeit, beispielsweise mittels Stadtspaziergängen, einer Bürgerumfrage, einer Ausstellung, unterschiedlicher Arbeitsgruppen sowie einer Stadtratsklausur. „Es sollte kein Konzept sein, was vom Schreibtisch aus entsteht. Sondern wir haben direkt Hinweise, Ideen, Visionen, aber auch Lob und Kritik gesammelt und berücksichtigt“, so Schattanek. Es erfolgte zudem die Einbindung von vorhandenen Daten, wie aus der Seniorenumfrage, dem Leitbildprozess der Stadt, der Jugendbefragung des Sozialkoordinationsbüros oder der Zukunftswerkstatt des Umweltzentrums. 

Im Ergebnis steht ein - rund um den neuen Slogan der Stadt „Freital – Inmitten der Möglichkeiten“ arrangiertes - fachübergreifendes und gesamtstädtisches Leitbild mit 12 integrierten Leitzielen zur Stadtentwicklung. Mit dem INSEK wird damit ein Entwicklungskorridor abgestimmt und illustriert, der darstellt, wie Freital inmitten aller Möglichkeiten sein und bleiben kann. Zu den Schlüsselprojekten zählen beispielsweise die Gestaltung eines Stadtzentrums, die Entwicklung von Brachflächen und Baulücken, die nachhaltige Gestaltung der Infrastruktur und der Wohnquartiere, eine aktive Gewerbepolitik, das Gelingen der digitalen und ökologischen Transformation sowie generationsübergreifende Maßnahmen zur Förderung der Stadtgemeinschaft.

Die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzepts von 2001, zuletzt überarbeitet 2007, war erforderlich, da sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die städtische Entwicklung wesentliche Faktoren zum Teil gravierend verändert haben. Diesen neuen Rahmenbedingungen soll Rechnung getragen und mit Strategien zur Stadtentwicklung angemessen darauf reagiert werden. Die Maßnahme wird gefördert aus dem LEADER-Programm der EU in der Region „Silbernes Erzgebirge“.   

Der Fortschreibungsprozess soll in den kommenden Wochen öffentlichkeitswirksam abgeschlossen werden. Geplant ist unter anderem die Herausgabe der Umsetzungsstrategie als Broschüre, um die Stadtentwicklung gemeinsam mit der Stadtgemeinschaft auf dieser abgestimmten Grundlage transparent weiterzuführen.