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Datum: 26.06.2020

Kanalsanierung wird fortgeführt

Der Abwasserbetrieb der Stadt Freital saniert auch 2020 baufällige Kanalabschnitte. In diesem Jahr werden Kanäle Auf der Scheibe, Rabenauer Straße und an der Bahnquerung in Hainsberg sowie Am Langen Rain in Döhlen ertüchtigt. Die betreffenden Kanäle weisen Schäden in Form von Scherbenbildungen, Rissen, Korrosion, Undichtigkeiten, eindringendem Fremdwasser, Wurzeleinwuchs und Ähnlichem auf.

Um zeit- und kostenaufwendige Aufgrabungen zu vermeiden, kommt zur Beseitigung der Schäden das sogenannte Schlauchliningverfahren – auch Inliner genannt – zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird ein mit Kunstharz getränkter Trägerschlauch aus Nadelfilz- oder Glasfasermaterial in den schadhaften Kanal mit Wasser oder Druckluft eingestülpt oder mit einer Winde eingezogen. Nach Fixierung im Kanal wird der Inliner durch Beaufschlagung von Wärme, Dampf oder UV-Licht ausgehärtet. So entsteht ein neuer, tragfähiger Kanal. Damit ist der vormals alte und schadhafte Kanal wieder für Jahrzehnte funktionstüchtig und dicht.

Eine Schlauchliningmaßnahme bedarf einiger Vor- und Nacharbeiten. So muss der Kanal vorab mehrmals gereinigt und mit einer TV-Kamera untersucht werden. Alle in den Kanal einragenden Hindernisse wie Wurzeln und Stutzen sind zu entfernen. Nach dem Einbau der Inliner werden alle Zuläufe, welche auf den sanierten Kanal münden, mit einem sogenannten Hutprofil angebunden. Zur Abnahme wird der sanierte Kanal nochmals gereinigt und wiederum mit einer TV-Kamera auf etwaige Mängel untersucht. Die Kanalschächte werden mittels Beschichtung saniert.

Durch die umfangreichen Vor- und Nacharbeiten sowie die unterschiedlichen beteiligten Spezialfirmen müssen die Sanierungstrupps bis zu zehnmal an die einzelnen Schächte heran. Ebenso ist es aus technologischen Gründen erforderlich, zwischen den einzelnen Arbeitsschritten einige Wochen zu warten. Aus den vorgenannten Gründen ist es meist für Außenstehende verwunderlich, warum scheinbar nur sporadisch gearbeitet wird oder die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden.

Die Ausführung der Bauleistungen ist für den Zeitraum vom 15. Juni bis 15. Dezember 2020 vorgesehen. Mit nennenswerten Verkehrsbehinderungen ist nicht zu rechnen. Lediglich im Bereich der Schächte werden zeitweilige Sperrungen im Tagesverlauf vorgenommen, die im Rahmen des Bauablaufes mit der Verkehrsbehörde abgestimmt werden und über die bei Bedarf rechtzeitig informiert wird. Den Zuschlag für die Arbeiten hat die Firma Aarsleff Rohrsanierung GmbH aus Dresden erhalten. Der städtische Abwasserbeitrieb investiert rund 261.000 Euro in die Maßnahme. Für das Bauvorhaben werden Zuwendungen im Rahmen der Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten erwartet.