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Datum: 15.06.2020

Erster GEO-Infopunkt eingerichtet

Am 26. Mai 2020 hat das Projektmanagement des GEOPARKs Sachsens Mitte e. V. gemeinsam mit Vertretern der Stadt Freital den GEO-Infopunkt im Bahnhofsgebäude Freital-Potschappel eingeweiht. Der GEOPARK Sachsens Mitte e. V. repräsentiert als eingetragener gemeinnütziger Verein ein zusammenhängendes Gebiet aus neun Städten und Gemeinden, in dem die besondere geologische Bedeutung und landschaftliche Schönheit für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht wird. Für die Zusammenarbeit unter dem Dach des GEOPARKs haben sich die Kommunen Freital, Wilsdruff, Tharandt, Dorfhain, Klingenberg, Rabenau, Halsbrücke, Dippoldiswalde und Bobritzsch-Hilbersdorf zusammen gefunden.

Für die geplante Zertifizierung zum Nationalen Geopark ist es das Ziel, auf die gesamte Gebietskulisse verteilt GEOInfopunkte einzurichten. Das sind Schauplätze, an denen sich Besucher und Einheimische zum GEOPARK sowie zu ortsgebundenen Themen informieren können. Neben individuellen Standorten können die GEO-Infopunkte auch in bereits bestehende Öffentlichkeitseinrichtungen wie zum Beispiel Museen integriert werden und damit von deren Besucherverkehr profitieren.

Die neue Schautafel in der Eingangshalle des Bahnhofes wurde in Zusammenarbeit mit den Städtischen Sammlungen Freital und dem Bergbau- und Hüttenverein Freital e. V. erstellt und ist der erste GEOInfopunkt im GEOPARK Sachsens Mitte. Neben allgemeinen Informationen zum GEOPARK und den Gesteinen im Untergrund Freitals zeigt sie auch die Geschichte des Bahnhofs und seine Bedeutung für die Steinkohleindustrie im Döhlener Becken. Interessant ist beispielsweise, dass der Bahnhof Freital-Potschappel um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Bahnhöfen im Güterverkehr in Sachsen zählte.

Wer kreative Ideen und Anregungen zu möglichen Standorten, zu Geschichten und Geschichte der Region hat, kann den Verein gern kontaktieren. Aktuell wird vor allem noch Unterstützung beim Geotop-Management und der Gästeführung benötigt. Neue Vereinsmitglieder sind immer willkommen.

Die Stadt Freital will den GEOPARK in der Region fördern und mitentwickeln und kooperiert dafür mit dem Verein. Das hat der Stadtrat auf der Grundlage einer Vorlage aus der Verwaltung am 5. Dezember 2019 beschlossen. Durch den Geopark wird eine zusätzliche touristische Attraktion auf Basis bereits vorhandener geologischer Schauobjekte geschaffen. Der Verein hatte ein starkes Interesse, Freital auch aufgrund der hervorragenden Lage zwischen Dresden und Freiberg zur Mitwirkung in dem oben genannten Kooperationsverbund zu gewinnen. Der finanzielle Beitrag der Stadt Freital zum GEOPARK berechnet sich anhand eines Umlageschlüssels je Einwohner und liegt derzeit bei rund 6.100 Euro.