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Datum: 09.04.2020

Sonderschau zu Max Klinger trotz Museumsschließung erleben

Am 4. April 2020 jährte sich der Todestag dieses großen Bildhauers, Malers und Graphikers Max Klinger zum einhundertsten Male. Aus diesem Anlass wollten die Städtischen Sammlungen Freital in Zusammenarbeit mit der LETTER Stiftung Köln sieben der bekanntesten Zyklen in einer Sonderausstellung präsentieren. Allerdings musste die Ausstellungseröffnung aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Die Sammlungen sind aus gleichem Grund seit Mitte März geschlossen.

Für Kunstlieber und Freunde des Museums gibt es nun aber eine Möglichkeit, doch noch in den Genuss der graphischen Arbeiten zu kommen. In Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum Freital „LIFEART“ und ihrem Format LifeArt TV wurde ein virtueller Besuch produziert. Das Besondere dabei: Museumsdirektor Rolf Günther führt die Zuschauer persönlich durch die Schau und erzählt  Wissenswertes und Interessantes rund um die Werke der Sonderausstellung. 

„Er liebt einen aphoristischen Nietzschestil oder, musikalisch gesprochen, das Anschlagen eines Themas, dem er ein Vorspiel vorausschickt, das er dann mannigfach variiert, abschweifend unterbricht, um schließlich, meist höchst gesteigert oder auch leise verklingend, das Thema plötzlich zu Ende zu führen.“ Diese wunderbare Charakterisierung des graphischen Schaffens Klingers stammt von seinem frühen Biographen Max Schmidt – und bringt auf den Punkt, was die interessierte Zuschauerschaft in der Sonderausstellung erwartet.

Klinger arbeitete von 1879 bis 1915 innerhalb seiner graphischen Produktion nach diesem Schema. In dieser Zeit entstanden vierzehn Zyklen, die, mit einer Opus-Zahl versehen, auf Klingers musikalische Affinität verweisen. Diese Zyklen gehören zum Besten, was im Bereich der Künstlergraphik in Deutschland geschaffen wurde und noch bis heute seine außerordentliche Sonderstellung unter Beweis stellt.

Die Sendung kann abgerufen werden unter www.lifeart-tv.de.