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Datum: 14.04.2020

Gemeinsam durch die Krise

Oberbürgermeister Uwe Rumberg zur aktuellen Situation in Freital aufgrund der Corona-Pandemie

Liebe Freitalerinnen und Freitaler,

die Corona-Pandemie und deren Folgen stellen uns alle vor unerwartete und einschneidende Herausforderungen. Das öffentliche Leben ist aus den Fugen geraten. Die Wirtschaft erlebt eine schwierige Zeit. Menschen plagen Existenz- und Zukunftsängste. Auch an Freital geht die aktuelle Situation nicht spurlos vorbei.

Ich möchte Sie trotz der angespannten Situation um Besonnenheit und Verständnis bitten. Die auferlegten Beschränkungen sind nicht einfach und wir werden erst später wissen, ob sie angemessen waren. Dennoch gilt es jetzt, sich an die Regeln zu halten und Geduld zu üben, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Ich kann Ihnen versichern, dass wir uns in der Stadtverwaltung unserer besonderen Verantwortung bewusst sind und alles tun, um unsere Bevölkerung zu schützen und gut durch die Krise zu führen. Auch wenn das nach außen vielleicht nicht immer sichtbar ist, sind viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingespannt, um die Verwaltung aufrechtzuerhalten, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen und das noch vorhandene öffentliche Leben in geordneten Bahnen zu lenken und zu gestalten. Unsere Feuerwehr ist für mögliche Einsatzfälle gerüstet und leistet darüber hinaus wertvolle Unterstützung im Alltag. Die städtischen Gesellschaften tun alles, um die Ver- und Entsorgung zu garantieren.

Danken möchte ich all denen, die sich in Freital gerade in dieser besonderen Situation beruflich oder ehrenamtlich engagieren. Das geht vom Krankenhaus, Rettungsdienst oder der Polizei über die Kindertagesstätten, Pflegedienste und Lebensmittelhändler bis hin zu Nachbarschaftsdiensten und Vereinen mit Hilfsangeboten, um nur einige zu nennen. Besonderen Respekt möchte ich unseren Unternehmern, Handwerkern und Gewerbetreibenden zollen, die alles dafür tun, um ihre Mitarbeiter und Firmen trotz teils widriger Umstände durch diese harte Phase zu bringen.

In diesen Tagen zeigt sich besonders, und das ist für mich die Erkenntnis in der Krise, dass wir uns in Freital unsere Solidarität, unsere Mitmenschlichkeit, unseren Erfindergeist und unser Durchhaltevermögen bewahrt haben, dass wir mit dieser gegenwärtigen Entschleunigung vielleicht auch wieder ein Stück zu den wesentlichen Werten unseres Miteinanders und unserer Gesellschaft zurückfinden und wir uns wieder auf das Wichtige besinnen.

Wie die Welt, wie Deutschland, wie Freital nach Corona aussieht, das kann derzeit keiner sagen. Ich möchte Sie dahingehend ermutigen, dass wir alle unsere Tatkraft nicht verlieren und alles dafür tun, um Freital als lebens- und liebenswerte Stadt zu erhalten. Vielleicht gilt es dabei, etwas „tiefer zu stapeln“ als in der Vergangenheit - auch was das Anspruchsdenken, den Irrglauben an ständiges Wachstum, den Drang nach Perfektionismus, den immerwährenden Ruf nach dem Staat, der alles zu regeln hat, und auch was unsere Pläne für das Festjahr zu „100 Jahre Freital“ in 2021 betrifft. Ich bin mir sicher, dass, wenn wir als Gemeinschaft zueinander halten, wir auch diese Herausforderung meistern.

Bleiben Sie gesund – und Gott mit uns.

Ihr Oberbürgermeister Uwe Rumberg