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Bergbau- und Hüttenverein Freital e. V.

Gründungsjahr:  1999

Vereinsvorsitzender:  Wieland Büttner

Zweck und Ziel:

Der Verein hat sich zum Ziel gemacht, Traditionen und Sachzeugen des ehemals in Freital umgegangenen Bergbaus zu erhalten und für die Öffentlichkeit wieder erlebbar zu machen.

Ein erster Schritt dazu stellte im Jahr 2001 die Freilegung und Rekonstruktion des Mundloches der Rösche des Segen-Gottes Schachtes im Poisental in Zusammenarbeit mit der GABS Freital dar. Die Ableitung der Grubenwässer des Wasserlösestollens wurde dabei Instand gesetzt und ein neues Portal aus Sandstein gemauert. Der Zugang wurde bis auf Sohlenaustrittshöhe des Mundloches wiederhergestellt und die Böschungsflanken entsprechend befestigt. Nach der Begehbarmachung des Mundloches wurde eine Informationstafel und ein historischer Förderwagen im Straßenbereich als sichtbares Zeichen des Bergbaus aufgestellt. Das Röschenmundloch ist seitdem ein repräsentativer Bestandteil des Bergbaulehrpfades rechts der Weißeritz und wird seitdem durch den Verein gepflegt.

Seit 2000 führen wir die Tradition der bergmännischen Mettenschicht der Bergleute des Plauenschen Grundes in der Pesterwitzer Jakobuskirche durch. Jedes Jahr im Dezember werden durch diesen Brauch und die kulturellen Darbietungen eine große Anzahl von Besuchern angesprochen. Daneben ist die Teilnahme an verschiedenen Bergaufzügen in der Weihnachtszeit ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
Am Tag des offenen Denkmals, jährlich im September, werden die vom Verein betreuten Objekte (Oppelschacht, Rösche Segen-Gottes Schacht) der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Verschiedene Exkursionen in regionale oder entfernte Bergbaureviere (z. B. Kalkwerk Hermsdorf, Tagebau Welzow, Sanierungsbetrieb Königstein) oder Museumsbesuche tragen zur Vertiefung des bergbaulichen Wissens bei. Durch Forschung im Verein und Vorträge in der Öffentlichkeit wird die Geschichte des heimischen Bergbaus vertieft und Publik gemacht.

Die Rekonstruktion eines Förderwagens der Königlichen Steinkohlenwerke Zauckerode unter Verwendung von aufgefundenen Originalteilen und Anwendung alter Handwerkstechniken, konnte in Zusammenarbeit mit der Firma Metallbau Weiss im Jahr 2005 erfolgreich ausgeführt werden. Dieses Exemplar ist an historischer Stätte, dem ehemaligen Expeditionsgebäude des Oppelschachtes, ausgestellt (heutige Stadtteilbibliothek Zauckerode).

Die Sicherung und Sichtbarmachung von technischen Bergbausachzeugen des Döhlener Beckens ist ein großes Anliegen unseres Vereines. Mit Dokumentationen sowie Aufmerksammachung und durch Zuarbeiten konnten wir unseren Beitrag zur Umsetzung der denkmalgeschützten Fördergerüste des ehemaligen Bergbaubetriebes „Willi Agatz“ im Jahr 2004 leisten. Die Überführung von zwei Schachtseilscheiben aus dem Sanierungsbetrieb Königstein nach Freital, als sichtbare Zeichen des vergangenen Bergbaus, wurde auf Vereinsinitiative 2005 realisiert. Eine Seilscheibe wurde von der Firma Brennstoffhandel Berger am Mundloch des Tiefen Weißeritzstollens aufgebaut.
Die ansprechende Gestaltung des ehemaligen Oppelschachtgeländes in Zauckerode ist ein zukünftiger Schwerpunkt unserer Bestrebungen. Seit Anfang des Jahres 2007 gibt es dazu konkrete Bemühungen unseres Vereins zur Rücküberführung der ehemaligen Fördermaschine des Schachtes 3 (Burgk) aus Freiberg nach Freital.

(Stand: 04/2007)