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Zusatzinformationen

Freitaler Nase

Standort:

Brunnen Freitaler Nase

Bildhauer:

Richard Rothenberger

Baujahr:

1925

Saniert:

seit April 2001 wieder am ursprünglichen Standort

Unterhaltung durch:

Stadt Freital, Stadtbauamt

Wissenswertes:

Einst gab es auf dem Markt in Freital-Potschappel eine Hufschmiede, über die sich der benachbarte Müller mächtig ärgerte und die Nase rümpfte: Hauptsächlich stieg ihm wohl der Gestank des Pferdedungs in dieselbe, doch auch das Beschlagen eines Pferdes ist ja nicht gerade geruchlos.

Kurz nach der Stadtgründung Freitals im Jahr 1921 beschloss der Stadtrat, den damals noch dörflich geprägten Potschappler Marktplatz repräsentativer zu gestalten. Der Umbau war Teil einer Reihe von Maßnahmen, die zur Bildung eines Zentrums der jungen, aus mehreren Industriedörfern zusammengewachsenen Stadt beitragen sollten. Im Jahr 1924 begannen die Arbeiten und die alte Schmiede, die sich am Platz befand, wurde abgerissen.
Die Hufschmiede und die Mühle existieren schon lange nicht mehr, doch an die damalige Begebenheit erinnert seit 1925 die vom Kunstschlosser Richard Rothenberger geschaffene "Freitaler Nase". Er erschuf ein rundes, von 16 Hufeisen umrahmtes Kupferrelief.

Es wird ein Pferd samt seiner Hinterlassenschaften vor der alten Schmiede dargestellt, darüber befindet sich der Kopf eines Müllers der Potschappler Hofmühle mit von dem Gestank verzogenem Gesicht und vorstehender Nase, aus der Wasser tröpfelt, dieser Nase nach erhielt der Brunnen seinen Namen.
Die Freitaler Nase war zunächst an einem Transformatorenhäuschen am Rand des Marktplatzes angebracht. Später wurde sie an einen kleinen Vorplatz der Hofmühle versetzt.
Ende des Jahres 2000 erhielt die zuvor generalüberholte Skulptur beim erneuten Umbau des Potschappler Marktes ihren ursprünglichen Standort zurück.

Der Brunnen war wiederholt Teil von kulturellen Veranstaltungen, beispielsweise dem „Potschappler Nasenfest“.